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Ukraine meldet "massive" russische Raketen- und Drohnenangriffe
Ukraine meldet "massive" russische Raketen- und Drohnenangriffe / Foto: Dimitar DILKOFF - AFP

Ukraine meldet "massive" russische Raketen- und Drohnenangriffe

Russland hat am Freitag nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe "massive" Raketen- und Drohnenangriffe auf den Nordosten und Süden der Ukraine gestartet. Ziel der Angriffe am Morgen waren demnach vor allem Städte und kritische Infrastruktur in den Regionen Charkiw und Saporischschja. Teile der gleichnamigen Städte waren erneut ohne Strom. Nach ukrainischen Angaben sollen zwei russische Raketen auch rumänisches und damit Nato-Gebiet überflogen haben.

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Russland habe vom Schwarzen Meer aus insgesamt sechs Marschflugkörper des Typs Kalibr abgefeuert, von denen fünf von der ukrainischen Abwehr abgeschossen worden seien, erklärte die Luftwaffe. Von sieben Kampfdrohnen iranischer Bauart, die Russland vom Asowschen Meer aus eingesetzt habe, habe die ukrainische Luftabwehr ebenfalls fünf zerstören können. Zudem habe Russland bis zu 35 Luftabwehrraketen vom Typ S-300 auf Saporischschja im Süden und Charkiw im Nordosten abgefeuert.

Der ukrainische Armeechef Walery Saludschny erklärte, zwei der russischen Marschflugkörper hätten am Morgen Rumänien und Moldau überflogen, bevor sie in den ukrainischen Luftraum vorgedrungen seien. Rumänien wollte dies zunächst nicht bestätigen. Moldau hingegen gab bekannt, eine Rakete habe den eigenen Luftraum durchquert.

Laut dem Gouverneur von Charkiw, Oleg Synegubow, lösten die Angriffe auf "kritische Infrastruktur" eine Reihe von Bränden aus, die jedoch rasch wieder gelöscht werden konnten. Niemand sei verletzt worden, doch in Teilen der zweitgrößten Stadt des Landes sei der Strom ausgefallen.

Der Sekretär des Stadtrats von Saporischschja, Anatolij Kurtew, berichtete von insgesamt 17 Angriffen auf seine Stadt, so viele wie noch nie seit Beginn der russischen Invasion vor bald einem Jahr.

Laut dem staatlichen Stromnetzbetreiber Ukrenergo wurden mehrere Hochspannungsanlagen in östlichen, westlichen und südlichen Regionen der Ukraine getroffen. Dies habe in einigen Gebieten zu Stromausfällen geführt. Ziel der russischen Angriffen waren demnach auch "Kraft- und Umspannwerke", die zu vorsorglichen Stromabschaltungen geführt hätten.

In den Tagen zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in London, Paris und bei der EU in Brüssel für weitere Waffenlieferungen für sein Land geworben, darunter auch Kampfjets und Raketen mit größerer Reichweite. Die Reaktionen auf dem EU-Gipfel fielen allerdings verhalten aus.

G.P.Martin--AT