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Rund um ostukrainische Stadt Soledar nach Angaben beider Seiten heftige Kämpfe
Aus der ostukrainsischen Stadt Soledar in der von Moskau beanspruchten Region Donezk melden beide Seiten besonders heftige Kämpfe. Er danke "allen Kämpfern in Soledar, die den neuen und noch härteren Angriffen der Invasoren standhalten", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montagabend in seiner allabendlichen Videoansprache. Der Gründer der russischen Söldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, sprach von "schweren, blutigen Schlachten" im Kampf um Soledar.
"Alles ist völlig zerstört (...) der Boden in Soledar ist mit den Leichen der Angreifer bedeckt und von den Explosionen gezeichnet", schilderte Selenskyj in seiner Ansprache die Lage. "Dank der Widerstandsfähigkeit unserer Soldaten in Soledar" habe die ukrainische Armee aber "zusätzliche Zeit gewonnen und Kräfte für die Ukraine erhalten".
Zuvor hatte das Verteidigungsministerium in Kiew im Onlinedienst Telegram gemeldet, ein Versuch Russlands, Soledar einzunehmen, sei abgewehrt worden. Die Kämpfe hielten demnach weiter an. Russlands Armee habe sich "neu gruppiert, die Truppenstärke wiederhergestellt, zusätzliche Angriffseinheiten verlegt, die Taktik geändert und mit Angriffsaktionen begonnen", erklärte die stellvertretende Verteidigungsministerin Hanna Maljar auf Telegram.
Wagner-Gründer Prigoschin erklärte in Online-Netzwerken: "In den westlichen Vororten von Soledar gibt es schwere blutige Schlachten. Die Armee der Ukraine verteidigt ehrenhaft das Territorium von Soledar." Gerüchte über die massenhafte Fahnflucht ukrainischer Soldaten an den Frontlinien von Soledar wies der Kreml-Vertraute zurück.
"Lasst uns ehrlich zu uns selbst sein", wurde Prigoschin von seiner Pressestelle auf Telegram zitiert. "Die ukrainische Armee kämpft mutig um Bachmut und Soledar. Berichte über ihr massenhaftes Desertieren sind nicht wahr."
Pro-russische Separatisten hatten am Montag die Einnahme des nahe Soledar und der ebenfalls hart umkämpften Stadt Bachmut gelegenen Dorfs Bachmutske vermeldet. Die Wagner-Truppe erklärte hingegen, ihre Kämpfer hätten das Dorf schon im Dezember "befreit". Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig zu verifizieren.
Der pro-russische Separatistenführer in der Ostukraine, Denis Puschilin, sagte am Dienstag im russischen Staatsfernsehen, Soledar stehe "sehr kurz vor der Befreiung" durch russische Truppen. Dies geschehe allerdings "zu einem sehr hohen Preis", die ukrainische Armee leiste immer noch Widerstand.
Im September hatte Moskau erklärt, die Region Donezk sowie drei weitere ukrainische Regionen annektiert zu haben. Weder Kiew noch westliche Staaten erkennen die Annexionen an.
M.White--AT