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"Ein großer Aufklärer": Philosoph Habermas mit 96 Jahren gestorben
Abschied von einem deutschen Intellektuellen mit Weltgeltung: Der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas ist am Samstag mit 96 Jahren in Starnberg gestorben, wie der Suhrkamp Verlag mitteilte. Habermas galt als wichtigster deutscher Philosoph der Gegenwart und genoss internationale Anerkennung. Bekannt war er als streitbarer Intellektueller, der sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder in politische Debatten einschaltete.
"Mit Jürgen Habermas verlieren wir einen großen Aufklärer, der die Widersprüche der Moderne durchmessen hat", schrieb Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einem Kondolenzschreiben an die Kinder des Verstorbenen.
Über die politischen Lagergrenzen hinweg wurde Habermas als herausragende Geistesgröße gewürdigt. Bundeskanzler Merz bezeichnete den Verstorbenen als "einen der bedeutendsten Denker unserer Zeit". "Seine analytische Schärfe prägte weit über die Grenzen unseres Landes hinaus den demokratischen Diskurs und wirkte wie ein Leuchtfeuer in tosender See."
Habermas verschaffte sich in seinem langen Leben immer wieder mit öffentlichen Positionierungen Beachtung. "Öffentliches Engagement" sei "die wichtigere Aufgabe der Philosophie", stellte er einmal klar.
Bekannt wurde Habermas 1962 mit seiner Habilitationsschrift "Strukturwandel der Öffentlichkeit", in der er sich mit der frühbürgerlichen Gesellschaft auseinandersetzte. Großen Anklang fanden seine Thesen bei der antiautoritären 68er-Studentenbewegung, zu deren radikalen Vertretern er jedoch bald auf Distanz ging.
1986 löste Habermas den so genannten Historikerstreit mit aus. Er verteidigte damals die historische Singularität des Holocausts gegen Relativierungsversuche rechtskonservativer Historiker.
Aus dem bayerischen Starnberg, wo er seit Jahrzehnten lebte, hatte sich Habermas bis zuletzt regelmäßig zu Wort gemeldet. Im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stießen zwei Beiträge in der "Süddeutschen Zeitung" auf Beachtung, in denen der emeritierte Frankfurter Professor für eine Verhandlungslösung plädierte.
Bundespräsident Steinmeier erklärte, er sei "bis zuletzt im Austausch" mit Habermas gewesen. "Ich weiß, die politischen Entwicklungen in Deutschland und Europa haben ihn bedrückt und zweifeln lassen, zumal er bei nachlassenden Kräften den Anspruch hatte, sein Wort gegen Gewalt und Unrecht zu stellen."
Neben zeitgeschichtlichen Ereignissen wie dem Kosovo-Krieg oder der Migrationskrise 2015 war es immer wieder auch der Zustand Europas, der Habermas zu Kommentaren, Zwischenrufen oder Mahnungen anregte.
Mit Blick auf die Europäische Union kritisierte er wiederholt deren "politische Eliten" und sprach sich für eine stärkere Einbeziehung der Bevölkerung in den europäischen Einigungsprozess aus. Zudem setzte er sich früh für eine europäische Verfassung ein und unterstrich die Notwendigkeit einer europäischen Öffentlichkeit.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer würdigte Habermas als "Meisterdenker und Philosoph der Bundesrepublik", der die "geistigen Grundlagen unserer Demokratie geprägt" habe. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) bezeichnete ihn als "Impulsgeber des fairen demokratischen Diskurses".
Der Linken-Politiker Gregor Gysi würdigte Habermas als den "größten Philosoph Deutschlands in vielen Jahrzehnten", der kritisch die gesellschaftlichen Verhältnisse analysiert habe. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, bezeichnete den Verstorbenen als "Ausnahme-Philosophen", der "Brücken zwischen der Philosophie und Religion" gebaut habe.
Geboren wurde Habermas 1929 in Düsseldorf, er wuchs in Gummersbach auf. 1949 begann der knapp 20-Jährige sein Philosophiestudium in Göttingen. Die von ihm als autoritär bis lähmend empfundene Nachkriegsgesellschaft ließ ihn früh von einem demokratischen Neuanfang träumen. "Für mich war Demokratie das Zauberwort", sagte er mit Blick auf seine Studienzeit in einer 2014 beim Suhrkamp-Verlag erschienenen Biografie.
Habermas war 70 Jahre lang mit Ute Wesselhoeft verheiratet, die im vergangenen Juni starb. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Seine Tochter, die Historikern Rebekka Habermas, starb 2023 nach schwerer Krankheit.
N.Walker--AT