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"Emilia Pérez"-Star Karla Sofia Gascón will zu Rassismus-Vorwürfen schweigen
Die mit Rassismus-Vorwürfen konfrontierte "Emilia Pérez"-Hauptdarstellerin Karla Sofia Gascón will sich vorerst nicht zu der Affäre äußern. Sie habe sich aus Respekt gegenüber dem Film und dem Team entschieden zu schweigen, erklärte die Spanierin am Freitag auf Instagram. Zugleich entschuldigte sich die Trans-Frau erneut bei "denjenigen, die auf unserem Weg verletzt wurden".
Gascón sieht sich mit Rassismus-Vorwürfen konfrontiert, seit in der vergangenen Woche frühere Online-Äußerungen von ihr aufgetaucht sind. Darin bezeichnete sie unter anderem den Islam als "Infektionsherd für die Menschheit" und spottete über die antirassistische Bewegung nach dem Tod des schwarzen US-Bürgers George Floyd durch Polizeigewalt.
Netflix strich die Hauptdarstellerin deshalb bereits aus seiner großen Oscar-Kampagne für "Emilia Pérez". Am Mittwoch ging auch Regisseur Jacques Audiard auf Distanz zu Gascón und bezeichnete deren Äußerungen als "unentschuldbar" und "voller Hass".
Angesichts der Anschuldigungen habe sie beschlossen, "die Arbeit für sich selbst sprechen zu lassen", erklärte Gascón nun auf Instagram. Sie tue dies "für den Film, für Jacques, für das unglaubliche Team, das es verdient hat, für das große Abenteuer, das wir alle zusammen erlebt haben". Sie hoffe, dass "mein Schweigen dem Film ermöglicht, als das wahrgenommen zu werden, was er ist: eine Ode an die Liebe und den Unterschied".
Der für den US-Streamingdienst Netflix produzierte Film "Emilia Pérez" erzählt die Geschichte eines mexikanischen Drogenbarons, der ein neues Leben als Frau beginnen will. Er wurde in 13 Kategorien für den Oscar nominiert, darunter Gascón als beste Hauptdarstellerin.
Experten zufolge werden die Oscar-Chancen des Films durch die Affäre um seine Hauptdarstellerin allerdings deutlich geschmälert. Die wichtigsten Filmpreise der Welt werden am 2. März in einer großen Gala in Los Angeles verliehen.
F.Wilson--AT