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Demonstranten in Budapest prangern Orbans Vereinnahmung ungarischer Medien an
Tausende Menschen haben in der ungarischen Hauptstadt Budapest gegen die Vereinnahmung der staatlichen Medien durch die Regierung des rechtsnationalistischen Ministerpräsidenten Viktor Orban demonstriert. In der vor dem Sitz des staatlichen Fernsehsenders MTVA versammelten Menge waren Transparente mit Forderungen wie "Unabhängige öffentliche Medien" und "Nicht links, nicht rechts, bloß ungarisch" zu sehen. Zahlreiche Protestierende schwenkten die ungarische Fahne.
Die Demonstration war von der Tisza-Partei von Oppositionsführer Peter Magyar organisiert worden, der sich zum wichtigsten innenpolitischen Rivalen Orbans entwickelt und in den vergangenen Monaten an Popularität gewonnen hat. "Genug der Lügen, genug der Propaganda", sagte Magyar in einer Rede bei der Demonstration über die staatlichen Medien.
MTVA gilt als Sprachrohr des Regierungschefs. Der Sender äußert sich nur selten kritisch über die Regierung, attackiert aber hingegen regelmäßig hart die Gegner Orbans. Viele der privaten und unabhängigen ungarischen Medien haben in den vergangenen Jahren entweder dicht gemacht oder einen regierungsnahen Kurs eingeschlagen. Die staatlichen Medien wiederum wurden von Orbans Fidesz-Partei auf eine regierungsfreundliche Linie gebracht.
T.Sanchez--AT