-
Niedersachsen: Weiterer von Wahl ausgeschlossener AfD-Kandidat scheitert vor Gericht
-
Tödlicher Schusswaffenangriff in Verden: Spezialkräfte fassen zweiten Verdächtigen
-
Pyrotechnik: Fünf Verletzte bei niederländischem Erstligaspiel
-
Wadephul pocht auf weitere Unterstützung für die Ukraine
-
Merz zu Unabhängigkeitstag: "Wir stehen fest an der Seite der Ukraine"
-
Wuppertal: Feuerwehr und Schornsteinfeger retten in Kaminschacht gestürzte Katze
-
Deutsche Industrie fordert Bundesregierung zur Wachstumsförderung auf
-
Masters in Cincinnati: Gauff und Fils gewinnen
-
Vorsitzende des AOK-Bundesverbands für Erhalt der telefonischen Krankschreibung
-
Fortuna nach dem Abstieg weiter in der Krise
-
Mit Teamgeist: Gladbach auf Ligastart "gut vorbereitet"
-
SPD-Präsidium erteilt "zukunftsfeindlicher" Sparpolitik vor Kabinettsklausur eine Absage
-
UEFA-Boss Ceferin verzichtet auf FIFA-Kandidatur
-
"Neue" Hockey-Männer im Halbfinale: "Das ist Aura, Jungs"
-
WM-Fazit: Beckers "große Freude" - und eine Sorge
-
Das Formel-1-Reife(n)zeugnis: Zandvoort
-
SPD-Parlamentsgeschäftsführer Wiese warnt Koalition vor "neuen Grundsatzdebatten"
-
Chatbot ChatGPT für viele Nutzer ab Montag mit Werbung
-
Ukraine-Unterstützer beraten über weiteres Vorgehen
-
Online-Riese Shein geht am 1. September in Hongkong an die Börse
-
AOK-Bundesverband fordert mehr Prävention - Kritik an niedrigen Preisen für Tabak und Alkohol
-
SPD-Präsidium verteidigt vor Kabinettsklausur Sondervermögen gegen Kritik
-
Neuer britischer Premier Burnham unternimmt erste Auslandsreise am Montag nach Kiew
-
Regierungspartei siegt wie erwartet bei Parlamentswahl in Kasachstan
-
EU-Abgeordneter Glucksmann kandidiert bei Präsidentschaftswahl in Frankreich
-
Selenskyj: Ukraine war nicht an Anschlägen auf Nord-Stream-Pipelines beteiligt
-
Abschluss der 250-Jahr-Feierlichkeiten: Trump veranstaltet Autorennen in Washington
-
Palast: Gesundheitszustand von Norwegens König Harald V. hat sich verschlechtert
-
Freiburg siegt souverän in Düsseldorf
-
Hunderte Asylsuchende sollen auf griechische Ägäisinseln verlegt werden
-
"Der helle Wahnsinn": Hockey-Männer buchen das Halbfinale
-
Sieg gegen Australien: Hockey-Männer buchen das Halbfinale
-
Nordische und baltische Staats- und Regierungschefs zu Solidaritätsbesuch in Kiew
-
15-Jähriger soll eigenen Vater getötet haben: Untersuchungshaft wegen Mordverdachts
-
Debatte um Unterstützung durch BSW: AfD-Bundeschef Chrupalla zurückhaltend
-
Geglücktes Lustrinelli-Debüt: Union müht sich in zweite Runde
-
Gladbach mit lockerem Sieg beim Fünftligisten Schott Mainz
-
Schneller Tietz-Hattrick: Mainz ohne Probleme auf dem Dorf
-
Norris gewinnt erneut - Horror-Heimspiel für Verstappen
-
Reit-WM: Deutsches Spring-Trio verpasst Podium zum Abschluss
-
Abschluss der 250-Jahr-Feierlichkeiten: Autorennen in Washington
-
Selenskyj warnt vor Spaltung der Ukraine durch Wahlen im Krieg
-
Tausende Schweden demonstrieren vor Parlamentswahl für mehr Klimaschutz
-
Deutschland Tour: Del Toro feiert Gesamtsieg
-
Diamond League: Ansah chancenlos - Hummel stark
-
Merz verteidigt Kurs vor Kabinettsklausur: "Wir lassen uns nicht beirren"
-
Ukraine nimmt nach Wildberries auch russischen Onlinehändler Ozon ins Visier
-
DFB-Kontrollausschuss untersucht Ausschreitungen in Mannheim
-
AfD-Chefin Weidel will aus Euro aussteigen und Deutschlands Grenzen "zumachen"
-
Humanoide Roboter brechen bei Weltmeisterschaften in China menschliche Rekorde
Umfrage: Mehrheit der Beschäftigten will Arbeitszeit auf acht Stunden begrenzen
Beschäftigte in Deutschland sprechen sich einer Umfrage zufolge mehrheitlich für eine Begrenzung ihrer Arbeitszeit aus. 72 Prozent der Befragten wollen ihre tägliche Arbeitszeit dabei auf maximal acht Stunden begrenzen, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Donnerstag in Berlin mitteilte. DGB-Chefin Yasmin Fahimi kritisierte eine mögliche Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes angesichts dessen als "kontraproduktiv" und als "einseitige Verschiebung zulasten der Beschäftigten".
Die Umfrage für den Gute-Arbeit-Index des Gewerkschaftsbundes ergab zudem, dass 98 Prozent der Befragten nicht länger als zehn Stunden arbeiten wollen. "Bemerkenswert" sei zudem, dass selbst von denjenigen, die den Acht-Stunden-Tag sehr häufig oder oft überschreiten, 59 Prozent ihn gerne einhalten würden, wenn sie denn selbst entscheiden könnten, erklärte der DGB.
Zufrieden mit ihrer aktuellen wöchentlichen Arbeitszeit sind demnach lediglich 40 Prozent der Beschäftigten. 53 Prozent wünschen sich kürzere Arbeitszeiten. Bei schlechten Arbeitsbedingungen wünschten sich sogar 72 Prozent kürzere Arbeitszeiten, führte der Gewerkschaftsbund aus. Für die Umfrage wurden in diesem Jahr per telefonischer Zufallsstichprobe rund 4000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befragt.
Der am häufigsten genannte Grund für ein Auseinanderklaffen zwischen "Wunsch und Wirklichkeit" bei den Arbeitszeiten sind laut DGB unflexible betriebliche Arbeitsabläufe. Laut Umfrage nennen 63 Prozent starre Strukturen als Hindernis für kürzere Arbeitszeiten. Zudem geben demnach 60 Prozent der Beschäftigten an, die Arbeitsmenge nicht in der vorgesehenen Zeit schaffen zu können.
Der DGB kritisierte zudem, dass gesundheitliche Folgen langer Arbeitszeiten messbar seien, auch die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben werde "massiv" beeinträchtigt. Laut Umfrage überschritten mehr als 40 Prozent der Beschäftigten den Acht-Stundentag häufig oder sehr häufig.
"In der Debatte um die Arbeitszeit wird manchmal der Eindruck erweckt, als seien Menschen wie Maschinen, die auf Knopfdruck einfach länger laufen können", erklärte DGB-Chefin Fahimi. Arbeitszeiten und Erholungszeiten müssten aber "in einem ausgewogenen Verhältnis stehen, damit Beschäftigte gesund bleiben können". Das geltende Arbeitszeitgesetz diene daher "aus arbeitsmedizinischer Sicht genau diesem Schutz der Beschäftigten".
Aktuell ist die Arbeitszeit für Beschäftigte in Deutschland auf acht Stunden pro Tag begrenzt. In Ausnahmefällen ist eine Verlängerung auf bis zu zehn Stunden möglich, zum Beispiel, wenn dies später wieder ausgeglichen wird. Laut Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD soll jedoch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit die Acht-Stunden-Tag-Regelung ablösen.
Der Vorsitzende der Dienstleitungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, erklärte, es gebe "überhaupt keinen Grund, den Acht-Stunden-Tag auszuhebeln, wie es die Koalition vorhat". Die geltenden Regeln erlaubten bereits "ein Höchstmaß an Flexibilität". Wo Mehrarbeit nötig sei, etwa in Kliniken oder im Nahverkehr, sei dies überall in Tarifverträgen geregelt. Generell Mehrarbeit zuzulassen, könne es hingegen etwa Arbeitgebern in der Paketbranche ermöglichen, "gnadenlos" gegen die Beschäftigten durchzusetzen, dass diese mit Pausen 13 Stunden am Stück arbeiteten, kritisierte er.
Auch der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Guido Zeitler, forderte, am Acht-Stunden-Tag dürfe "nicht gerüttelt werden". Wer die Tage von Beschäftigten etwa in der Süßwarenindustrie, in Bäckereibetrieben oder im Gastgewerbe noch weiter verlängern wolle, "ignoriert die Realität aus Mehrarbeit, Wochenenddiensten, körperlicher Belastung und fehlender Erholung".
A.Taylor--AT