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Dutzende Hochsitze in Sachsen zerstört: Razzia bei militanten Tierschützern
Nach der Zerstörung zahlreicher Hochsitze in Sachsen haben Ermittler die Wohnungen von mehreren Verdächtigen durchsucht. Es gehe um Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, teilten das sächsische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft in Dresden am Freitag mit. Ermittelt werde gegen vier deutsche Verdächtige und einen Österreicher. Sie sollen als Gruppe in Dresden und Umgebung 75 Jagdhochsitze zerstört oder beschädigt haben.
Durchsucht wurden am Mittwoch und Freitag Wohnungen in Dresden und Leipzig sowie in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt. Dabei beschlagnahmten die Beamten demnach mögliche Beweismittel wie elektronische Geräte sowie Werkzeuge. Die Beschuldigten seien zwischen 21 und 35 Jahre alt, hieß es. Haftbefehle seien nicht beantragt worden, weil derzeit keine Haftgründe vorlägen.
Laut Ermittlern erstreckt sich der mutmaßliche Tatzeitraum von Dezember 2023 bis Mai 2025. In an Tatorten zurückgelassenen Botschaften sollen sich die Beschuldigten demnach als Unterstützer der 2004 in den USA gegründeten militanten Tierschutzgruppe Animal Liberal Front bezeichnet haben. Laut Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft wird diese von der US-Bundespolizei FBI als "terroristische Organisation" eingestuft.
A.O.Scott--AT