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Schäden durch Naturkatastrophen 2025 deutlich gesunken
Die Schäden durch Naturkatastrophen wie Waldbrände, Hochwasser oder Erdbeben sind im vergangenen Jahr deutlich geringer ausgefallen als 2024. Der Rückversicherer Munich Re teilte am Dienstag mit, die Schäden summierten sich weltweit auf 224 Milliarden Dollar (192 Milliarden Euro), das seien 40 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund sei vor allem, dass die USA erstmals seit zehn Jahren ohne einen schweren Hurrikan davongekommen seien.
Von den Milliardenschäden trugen Versicherer etwa 108 Milliarden Dollar, wie Munich Re weiter mitteilte. Damit reihe sich 2025 ein in "immer mehr Jahre mit versicherten Schäden jenseits der 100-Milliarden-Grenze".
Die bei weitem kostspieligste Naturkatastrophe des Jahres waren den Angaben zufolge die Waldbrände im Großraum Los Angeles im Januar, der Schaden betrug etwa 53 Milliarden Dollar. An zweiter Stelle stand das Erdbeben in Myanmar - es sei aber vor allem eine humanitäre Tragödie, weil rund 4500 Menschen ums Leben kamen.
Insgesamt kamen bei den Naturkatastrophen im vergangenen Jahr laut Munich Re rund 17.200 Menschen ums Leben. Das seien deutlich mehr als im Vorjahr gewesen, aber weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn und der vergangenen 30 Jahre.
Der Rückversicherer betonte, die Welt sei 2025 "nur durch Zufall an potenziell noch viel größeren Schäden vorbeigeschrammt". Auffällig am Naturkatastrophenjahr sei, dass es viele extreme Ereignisse mit relativ sicherem Einfluss des Klimawandels gegeben habe. Beispiele waren die Waldbrände bei Los Angeles, der hohe Anteil besonders starker Hurrikane im Nordatlantik und viele Hochwasserkatastrophen. "Zahlreiche Studien belegen, dass der Klimawandel solche Ereignisse wahrscheinlicher oder stärker werden lässt – oftmals beides", erklärte Munich Re.
Der Chefklimatologe des Unternehmens, Tobias Grimm, betonte: "In einer Welt im Fieber sind extreme Wetterkatastrophen wahrscheinlicher." 2025 sei wieder eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen. Damit seien die zwölf vergangenen Jahre die wärmsten überhaupt gewesen. "Es gibt kein Zeichen der Entwarnung, der Klimawandel kann sich unter diesen Umständen weiter verschärfen."
In Europa blieben die Schäden durch Naturkatastrophen 2025 relativ gering. Teuerste Ereignisse für die Versicherer waren eine starke Kältewelle in der Türkei sowie Hagelstürme in Deutschland, Österreich und Frankreich. Dazu kamen Waldbrände in Spanien, die stärksten seit vielen Jahren.
Rückversicherungen wie Munich Re sichern Versicherungsunternehmen gegen Teile ihres Schadensrisikos ab.
T.Perez--AT