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China: Früherer Top-Manager wegen Korruption hingerichtet
Ein früherer Top-Manager eines staatlich kontrollierten Vermögensverwalters in China ist Staatsmedien zufolge wegen Korruption hingerichtet worden. Nach einem Treffen mit seiner Familie sei Bai Tianhui am Dienstagmorgen in Tianjin hingerichtet worden, berichtete der staatliche chinesische Sender CCTV.
Der ehemalige Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft der Finanzholding Huarong war im Mai 2024 schuldig gesprochen worden, umgerechnet rund 140 Millionen Euro an Schmiergeld angenommen zu haben. Dies soll im Rahmen von "Angelegenheiten wie Projektakquise und Unternehmensfinanzierung" geschehen sein, wie es bei CCTV hieß.
Unter der Führung des seit 2013 amtierenden Staatspräsidenten Xi Jinping gehen chinesische Behörden massiv gegen mutmaßliche Korruption vor. Die Holding Huarong, für die Bai arbeitete, steht dabei besonders im Fokus. Im Januar 2021 wurde bereits der frühere Huarong-Chef Lai Xiaomin nach einer Verurteilung wegen Korruption im dreistelligen Millionenbereich hingerichtet.
Nach Schätzungen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International führt China die Liste der Länder mit den meisten Hinrichtungen an. Jedes Jahr werden demnach tausende Menschen in dem Land zum Tode verurteilt und hingerichtet. Eine offizielle Zahl gibt es nicht.
W.Nelson--AT