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Champion Rybakina: Erst Melbourne-Titel, dann die Nummer eins?
Im Angesicht des glänzenden Daphne Akhurst Memorial Cup ließ sich Jelena Rybakina sogar zu einer kleinen Kampfansage hinreißen. "Natürlich ist das das Ziel. Ich fokussiere mich auf alle Grand Slams", sagte die sonst so zurückhaltende Kasachin, als sie im Fernsehinterview bei Channel 9 gefragt wurde, ob für sie denn nun auch der Karriere-Grand-Slam drin sei.
Zwei Titel, einer bei den French Open und einer bei den US Open, fehlen ihr dafür noch. In Wimbledon hat Rybakina bereits 2022 gewonnen und seit Samstag auch die Australian Open - nach einem hochklassigen Finalsieg über die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka. "Ich hoffe einfach, dass ich diesen Schwung mitnehmen kann, mit dem Team gute Arbeit leiste und das ganze Jahr über so weitermachen kann", sagte die 26-Jährige, die sich im Endspiel extrem nervenstark präsentiert hatte.
Rybakina ist statistisch gesehen seit Mitte des vergangenen Jahres die erfolgreichste Tennisspielerin, am Montag klettert sie durch ihren Coup in Melbourne auf Rang drei der Weltrangliste. Ist da vielleicht künftig sogar ein Sprung auf Platz eins im WTA-Ranking drin? "Ich habe große Ziele", sagte Rybakina zuversichtlich: "Die Zeit wird es natürlich zeigen, aber wir werden auf jeden Fall weiter daran arbeiten."
Zunächst aber galt es, noch ein wenig zu feiern. Am Sonntagvormittag präsentierte Rybakina den Fotografen und Fans beim obligatorischen "Champions Trophy shoot" noch einmal ihren Pokal. Im roten Kleid genoss sie den Moment vor der spektakulären Kulisse der australischen Metropole.
Sabalenka hingegen machte sich frustriert auf den Heimweg. Die Belarussin ist seit Längerem eigentlich die dominierende Spielerin auf der Tour, verlor in letzter Zeit aber gehäuft die wichtigen Spiele. Von den letzten vier Grand-Slam-Finals hat sie nur eins gewonnen - bei den US Open 2025 gegen Amanda Anisimova.
"Ich möchte weiterkämpfen, weiter hart arbeiten, weiter spielen und versuchen, mein Bestes zu geben, wenn ich erneut die Chance auf einen Finalsieg habe", sagte Sabalenka. "Wir werden sehen, wie viele Titel ich gewinnen kann."
M.O.Allen--AT