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Republikanischer Ex-Abgeordneter Santos kommt nach Strafmilderung aus Gefängnis frei
Der wegen Betrugs und Identitätsdiebstahls zu sieben Jahren Haft verurteilte ehemalige republikanische Abgeordnete George Santos ist nach einer Strafmilderung durch US-Präsident Donald Trump aus dem Gefängnis entlassen worden. Santos habe die Strafanstalt in New Jersey verlassen und sei "auf dem Weg nach Hause", teilte sein Anwalt Joseph Murray der Nachrichtenagentur AFP am späten Freitagabend (Ortszeit) mit.
"Gott segne Präsident Donald J. Trump, den größten Präsidenten in der Geschichte der USA!", schrieb Murray in einer auf Santos' Account bei X veröffentlichten Erklärung.
Trump erklärte in seinem Onlinedienst Truth Social, Santos habe lange Zeit in Einzelhaft verbracht und sei "allem Anschein nach furchtbar misshandelt" worden. "Zumindest hatte Santos den Mut, die Überzeugung und die Intelligenz, immer republikanisch zu wählen", fügte Trump hinzu. Deshalb habe er "eine Strafmilderung unterzeichnet, mit der George Santos sofort aus dem Gefängnis entlassen wird".
Santos trat im Juli seine Haftstrafe an, nachdem er im April zu insgesamt sieben Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Die Staatsanwaltschaft legte Santos eine "dreiste Verbrechensserie" zur Last, bei der dieser Identitätsdiebstahl begangen, finanzielle Daten von Wahlkampfspendern gestohlen und sich unerlaubterweise Geld auf sein Wahlkampf- und sein persönliches Konto überwiesen habe.
Laut einer Untersuchung des Ethikausschusses des US-Kongresses verwendete Santos das gestohlene Geld unter anderem für Botox-Behandlungen, eine Porno-Internetseite, italienische Luxusgüter und Urlaube in den Hamptons und Las Vegas.
Santos war bei den als Midterms bekannten Zwischenwahlen 2022 für einen New Yorker Wahlkreis in das Repräsentantenhaus gewählt worden. In der Folge gab es immer neue Enthüllungen über Falschangaben des Politikers unter anderem über seine Hochschulbildung, seinen Berufsweg, seine Familie und seine Religion.
So dichtete Santos sich einen Abschluss von einer Elite-Universität und eine erfolgreiche Hochschul-Volleyballkarriere an und behauptete fälschlicherweise, für die Investmentbank Goldman Sachs und den Bankenkonzern Citigroup gearbeitet zu haben.
Im Mai 2023 wurde Santos von der Bundesjustiz unter anderem wegen Betrugs, Geldwäsche, des Diebstahls öffentlicher Gelder und falscher Angaben gegenüber dem Repräsentantenhaus angeklagt. Später wurde die Anklage unter anderem um Identitätsdiebstahl im Zusammenhang mit der Entwendung von Wahlkampfmitteln ausgeweitet.
Ende 2023 wurde Santos aus dem Repräsentantenhaus geworfen - er war damit erst der dritte Abgeordnete seit über 150 Jahren, der aus dem Parlament ausgeschlossen wurde.
N.Walker--AT