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Rettung von 40 in indischem Straßentunnel Verschütteten könnte bis Sonntag dauern
Die Rettung der 40 in einem eingestürzten Straßentunnel eingeschlossenen Arbeiter im Norden Indiens könnte sich nach Einschätzung der Einsatzkräfte noch bis Sonntag hinziehen. "Wenn die Arbeiten in diesem Tempo weiter gehen, wird es weitere 40 bis 48 Stunden dauern, die Arbeiter zu retten", sagte Einsatzleiter Deepak Patil am Freitag.
Der im Bau befindliche Straßentunnel im Bundesstaat Uttarakhand war am Sonntagmorgen auf einer Länge von 200 Metern eingestürzt. Seit dem Unglück sind zahlreiche Helfer im Einsatz, um zu den verschütteten Arbeiten vorzudringen. Mithilfe von schwerem Gerät wird versucht, durch die Geröllhaufen ein Stahlrohr mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern zu treiben. Durch die Röhre sollen die Arbeiter schließlich in die Freiheit gelangen.
Zuletzt wurden die Arbeiten aber durch herabstürzende Trümmerteile verzögert. Bis Freitag wurde die Röhre 24 Meter weit durch die Trümmer getrieben, damit fehlten noch weitere 36 Meter.
Die Einsatzkräfte halten über Funk mit den Verschütteten Kontakt. Sie werden durch ein 15 Zentimeter dickes Rohr mit Sauerstoff, Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten versorgt.
Zum Zustand der Verschütteten gibt es keine offiziellen Angaben. Örtlichen Medien zufolge leiden einige von ihnen unter Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Erbrechen und Angstzuständen. Vor dem Unglücksort wurde ein Feld-Krankenhaus eingerichtet, außerdem stehen mehrere Krankenwagen bereit.
Für die Rettung der Arbeiter wird großer Aufwand betrieben. Am Mittwoch wurde mit einer Transportmaschine des indischen Militärs ein anderer Bohrer eingeflogen, um die Rettungsröhre durch die Tunnel-Trümmer zu treiben.
Die indischen Behörden holten sich außerdem Rat bei einer thailändischen Firma, die 2018 bei der spektakulären Rettung einer Jungen-Fußballmannschaft aus einer überfluteten Höhle geholfen hatte. Auch Ingenieure von Norwegens Geotechnischem Institut beraten die Einsatzkräfte in Indien.
Der 4,5 Kilometer lange Straßentunnel zwischen Silkyara und Dandalgaon war geplant worden, um zwei alte Hindu-Tempel im Himalaya miteinander zu verbinden. Er ist Teil eines von Indiens Regierungschef Narendra Modi massiv geförderten Straßenbauprojekts, das vor allem eine bessere Anbindung von einigen der beliebtesten Hindu-Schreine des Landes herstellen soll. Unfälle auf Baustellen großer Infrastrukturprojekte sind in Indien keine Seltenheit.
A.Williams--AT