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Ein Glas Wasser gegen Wut: Papst beantwortet Kinderfragen zu allen Lebenslagen
Päpstlicher Ratschlag zur Streitschlichtung: erst ein Glas Wasser trinken, dann reden. Papst Franziskus hat am Montag bei einem Treffen mit 7000 Kindern aus 84 Ländern Fragen zu unterschiedlichen Themen und Lebenslagen beantwortet. Die Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren trafen den Pontifex in der Audienzhalle im Vatikan. Franziskus schlüpfte dabei vor allem in die Rolle des Pädagogen.
Auf die Frage des Mädchens Sofia aus den Philippinen, was er denn tue, um sich zu beruhigen, wenn er wütend sei, räumte Franziskus zunächst ein: "Es stimmt, dass ich manchmal wütend werde" - und schob nach: "Aber ich beiße nicht!" Dann ergänzte er seine Antwort um einen Ratschlag, den er als Kind bekommen habe: "Ein Glas Wasser trinken, wenn man wütend ist - und erst dann antworten."
Franziskus beantworte auch Fragen wie "Wovon träumst du nachts?" oder "Wer sind deine Freunde?". Die Kinder konfrontierten ihn aber auch mit weitaus düstereren Themen.
Ob es denn jemals wieder Frieden geben werde, wenn ein Dritter Weltkrieg ausbricht, wollte etwa das zwölfjährige Mädchen Rania mit palästinensischen Wurzeln wissen. Franziskus bat daraufhin um eine Schweigeminute für die in Kriegen getöteten Kinder. Dann sagte er, dass man Frieden nicht lernen könne - sondern nur machen, "mit dem Herzen und der ausgestreckten Hand".
Der 86-jährige, häufig unter körperlichen Gebrechen leidende Franziskus, erschien bei dem Treffen munter und in guter Form, gab Autogramme und schüttelte viele Hände. Am Vormittag hatte er während einer Audienz mit der Europäischen Rabbinerkonferenz noch darauf verzichtet, eine Rede vorzutragen und gesagt, er fühle sich "unwohl". Der Vatikan hatte später erklärt, der Papst sei lediglich "etwas erkältet" gewesen.
N.Walker--AT