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Drei weitere Festnahmen nach Explosion bei Trauerfeier in Altbach
Fünf Tage nach einer Explosion bei einer Trauerfeier auf einem Friedhof im baden-württembergischen Altbach haben Ermittler am Mittwoch drei weitere Männer festgenommen. Die Festnahmen erfolgten in Ludwigsburg, wie das Landeskriminalamt in Stuttgart mitteilte. Die drei Festgenommenen sollen den flüchtenden Tatverdächtigen angegriffen und schwer verletzt haben.
Zunächst konnten drei Verdächtige identifiziert werden. Ihnen werden gemeinschaftlicher versuchter Totschlag und gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Ihre Wohnungen wurden am Mittwoch durchsucht. Sie sind mit dem verstorbenen 20-Jährigen nicht verwandt, der Polizei wegen verschiedener Gewaltdelikte allerdings bereits bekannt. Eine Vorführung vor einem Haftrichter war geplant.
Bei der Razzia wurden mutmaßlich bei der Tat getragene Kleidungsstücke sowie eine scharfe Schusswaffe mit Munition beschlagnahmt. Ob die Waffe bei anderen Taten benutzt wurde, werde noch ermittelt. Es gibt nach Angaben der Ermittler Hinweise darauf, dass Schüsse in Stuttgart und die Tat in Altbach im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen zweier rivalisierender Gruppen stehen.
Am Montag wurden auf dem Friedhof weitere Beweismittel beschlagnahmt. Darunter befanden sich Teile des Sprengkörpers. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass es sich um eine Handgranate gehandelt haben könnte. Neben den drei Festgenommenen sollen noch weitere Menschen den Tatverdächtigen angegriffen und Rettungskräfte, die ihm helfen wollten, bedroht haben. Diese seien noch nicht identifiziert.
Am Freitag soll ein Mann bei der Trauerfeier für einen 20-Jährigen mit mehreren hundert Besuchern einen explosiven Gegenstand in Richtung der Trauergäste geworfen haben. Durch die Explosion wurden zehn Menschen verletzt, ein Mensch davon schwer. Die Verletzten wurden überwiegend ambulant behandelt. Auch das schwer verletzte Opfer konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.
Der mutmaßliche Täter wurde nach Polizeiangaben anschließend von mehreren Trauergästen verfolgt. Der 23-Jährige wurde dabei durch Schläge schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Seit Samstag sitzt er wegen des Verdachts des versuchten Totschlags, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der gefährlichen Körperverletzung in Untersuchungshaft.
J.Gomez--AT