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Erster Hilfsflug des Roten Kreuzes im Sudan gelandet
Zwei Wochen nach dem Beginn schwerer Kämpfe im Sudan ist am Sonntag erstmals ein Hilfsflug des Roten Kreuzes in dem nordostafrikanischen Land gelandet. Es seien acht Tonnen lebensrettende medizinische Güter nach Bur Sudan transportiert worden, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit.
In dem aus Jordanien kommenden Flugzeug waren den Angaben zufolge unter anderem chirurgische Instrumente zur Unterstützung sudanesischer Krankenhäuser sowie für die Freiwilligen der Sudanesischen Rothalbmondgesellschaft (SRCS), die bei Kämpfen verletzte Menschen medizinisch versorgen. Auch Narkosemittel und Wundverbände seien geliefert worden.
"Das Gesundheitspersonal im Sudan macht Unmögliches möglich und versorgt die Verwundeten ohne Wasser, Strom und grundlegende medizinische Güter", erklärte der für Afrika zuständige IKRK-Regionaldirektor Patrick Youssef. "Die logistischen Vorkehrungen, um Güter mitten in eine aktive Konfliktzone zu bringen, sind extrem aufwändig und wir sind erleichtert, dass wir dieses medizinische Material ins Land bringen konnten."
Unter anderem musste das IKRK damit zurechtkommen, dass kommerzielle Flüge im Sudan ausgesetzt sind und der zivile Luftraum eigentlich nicht zugänglich ist.
Im Sudan kämpfen seit nunmehr gut zwei Wochen Armeeeinheiten unter dem Kommando von Militärmachthaber Abdel Fattah al-Burhan gegen die von General Mohamed Hamdan Daglo angeführte RSF-Miliz. Bei den Gefechten wurden nach offiziellen Angaben bereits mehr als 500 Menschen getötet und rund 4600 verletzt. Es wird davon ausgegangen, dass die eigentliche Opferzahl viel höher ist. Unzählige Menschen sind wegen der Kämpfe zudem auf der Flucht.
A.Taylor--AT