-
EU setzt als "Putins Beichtvater" bekannten Bischof auf Sanktionsliste
-
Eintracht-Chefetage dementiert Krösche-Abgang
-
Panzerprojekt MGCS: Berlin und Paris konzentrieren sich auf "Kern des Programms"
-
Kommission auf Zielgerade: Linke und Grüne warnen vor Schwächung gesetzlicher Rente
-
Erleichterung und Skepsis nach Einigung auf Rahmenabkommen für Ende von Iran-Krieg
-
Macron reagiert verärgert auf Trumps Zolldrohung vor G7-Gipfel
-
Bildungsbericht: Frühkindliche Bildung und Fachkräftesicherung stärker angehen
-
Umsturzpläne: Bewährungsstrafen für weitere Unterstützer von Kaiserreichsgruppe
-
Vergewaltigungsurteil: Vier Jahre Haft für Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit
-
Macron: Militäreinsatz zu Absicherung der Straße von Hormus binnen Tagen möglich
-
Linkspartei ruft zu weiteren Protesten gegen Sozialreformen auf
-
Berlin: AfD-Politiker hat kein Recht auf Einstellung im gehobenen Beamtendienst
-
"Kein Sicherheitsrisiko": EU-Kommission kritisiert US-Sperre für KI-Modelle
-
Maria erfolgreich in Nottingham gestartet
-
Britische Regierung kündigt Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren an
-
IW-Studie: Bis 2036 fehlen 4,3 Millionen Arbeitskräfte in Deutschland
-
Selenskyj: Russische Drohnen verursachten Brand in Weltkulturerbe-Kathedrale in Kiew
-
UNO: Iran hat in diesem Jahr bereits 18 Demonstranten hingerichtet
-
US-Iran-Einigung: Ölpreis sinkt - Reeder hoffen auf sichere Passage
-
"Noch keine Absage": Kohlmann hofft auf Zverev im Davis Cup
-
Straße von Hormus: Bundesregierung bekräftigt Ziel einer gebührenfreien Durchfahrt
-
"Spiegel": Klingbeil legt intern zwei Varianten für Steuerreform vor
-
Linke zur Rente: Geht nicht um jung gegen alt - sondern arm gegen reich
-
Studie: Entwicklung der Rentenfinanzierung besser als angenommen
-
Nach Fischsterben in der Oder: Vollständige Regeneration dauert noch Jahre
-
Trump droht Frankreich mit 100-Prozent-Zoll auf Wein wegen Digitalsteuer
-
Nach Messerangriff auf Lehrerin in Essen: Prozess gegen 18-Jährigen in Düsseldorf
-
Wechsel perfekt: Real Madrid holt Cucurella
-
Elf Tote in der Ukraine und Kathedralenbrand in Kiew bei russischen Angriffen
-
Demenzfälle könnten in Deutschland bis 2060 auf über zwei Millionen steigen
-
Kanzler Merz würdigt Soldatinnen und Soldaten zum Nationalen Veteranentag
-
Top-Quote für ARD: 23,43 Millionen Fans sehen DFB-Auftaktsieg
-
Ölbranche rechnet mit sinkenden Spritpreisen - aber keine Normalisierung erwartet
-
Marburger Bund strikt gegen Reform des Arbeitszeitgesetzes
-
USA und Iran einigen sich auf Rahmenabkommen - Straße von Hormus soll freigegeben werden
-
Iran-Abkommen und Angriffe auf Kiew dürften Gespräche zum G7-Gipfelauftakt prägen
-
"Teilweise faschistische Regierung": Göttlich prangert USA an
-
Zeitung: Steigende Gefangenenzahlen führen zu Engpass im Strafvollzug
-
Bildungsministerin Prien: Kinder im Vorschulalter stärker in den Fokus nehmen
-
Hoffnung wegen US-Iran-Abkommens: Ölpreis sinkt - Börsen im Aufwind
-
Vier Jahre Haft für Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wegen Vergewaltigungen
-
Baden-Württemberg: Radrennfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Katze
-
Argentinische Menschenrechtsaktivistin Taty Almeida mit 95 Jahren gestorben
-
Ukrainische Regierung: Neun Tote und Kathedralenbrand in Kiew bei russischen Angriffen
-
Rahmenabkommen zwischen Iran und USA vereinbart - Unterzeichnung für Freitag geplant
-
Arbeitszeitgesetz: SPD-Parlamentsgeschäftsführer erwartet Einigung mit der Union
-
Millionen-Duo sticht: Schweden startet erfolgreich
-
Carolina Hurricanes gewinnen den Stanley Cup
-
"Tut einfach weh": Enttäuschte Berliner wollen wiederkommen
-
"Haben schon gesprochen": Zverev winkt Wiedersehen mit Cobolli
Entscheidende Phase in Waldrama: Rettungsversuch mit Lastkahn am Dienstagmorgen
Der Kampf um das Leben des schwer angeschlagenen Buckelwals vor der Ostseeinsel Poel ist in seine entscheidende Phase getreten. Während das Tier nach Angaben aus der Rettungsinitiative gesundheitlich zwischenzeitlich abzubauen schien, erreichte der für den Transport in die Nordsee gedachte Lastkahn am Montag den Ort des Geschehens in der Wismarer Bucht. Am Dienstag ab 07.00 Uhr wollen die Einsatzkräfte versuchen, den gestrandeten Wal schwimmend ins Innere der Spezialschute zu bugsieren.
Es werde "allerhöchste Zeit" für eine Rettung, sagte die Tierärztin der privaten Initiative, Kirsten Tönnies, am Montag. Im Tagesverlauf habe der Zustand des Wals zunächst "schlechter" gewirkt, die Atemzüge seien flacher und die Reaktionen verhaltener gewesen. Später am Montag sei dieser dann nach Auskunft der ihn beobachtenden Experten aber wieder "besonders aktiv" gewesen, fügte die Veterinärin hinzu.
Die von zwei Unternehmern finanzierte Privatinitiative will den seit Wochen in einer flachen Bucht vor Poel bei Wismar festliegenden etwa zwölf Meter langen Wal mit einem Lastkahn zurück in die Nordsee oder den Atlantik bringen. Es ist ein letzter Rettungsversuch für den von Experten schon aufgegebenen Meeressäuger. Die Behörden dulden den Versuch, viele nicht beteiligte Fachleuten lehnen ihn als sinnlos ab.
Der Rettungsversuch soll am Dienstagmorgen beginnen. Start sei gegen 07.00 Uhr, sagte der Einsatzleiter der Rettungsorganisation DLRG, Olliver Bartelt, am Montag bei einem gemeinsamen Auftritt mit Tönnies vor Journalisten. Ein genauerer Zeitablauf lasse sich vorab nicht planen.
Es handle sich um ein Wildtier, fügte Bartelt an. Es sei nötig, dass alles zusammenpasse und Walexperten sowie Veterinäre ihr "Go" gäben. Es stehe lediglich fest, dass die Rettung "im Laufe des Vormittags" starten solle. Auch Tönnies betonte, der Zeitablauf sei unklar. Eine Tierverladung könne "fünf Minuten" oder auch "vier Stunden" dauern.
Das Drama um den Wal und den wohl beispiellosen Rettungsversuch wird im In- und Ausland mit großer Anteilnahme verfolgt. Der im Atlantik heimische Säuger irrte seit Anfang März vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete mehrfach, zudem verfing er sich in Netzen. Seit vier Wochen liegt er in einem Seitenarm der Wismarer Bucht auf Grund.
Die Privatinitiative will den derzeit in einem extrem flachen Bereich festsitzenden Wal mit einem absenkbaren Spezialschiff bergen, in dem er wie in einem Becken schwimmend bis in die Nordsee transportiert werden kann. Pläne zu einer Bergung mit einem System aus Luftkissen und Pontons waren verworfen worden, weil das Tier zu aktiv erschien.
Der Schleppverband mit der Spezialschute traf am Montagnachmittag im Wismarer Hafen ein, es waren aber noch einige vorbereitende Arbeiten nötig. In den vergangenen Tagen gruben Helfer bereits eine 110 Meter lange und zehn Meter breite Rinne durch den Flachwasserbereich um den Wal. An deren Ende soll der Lastkahn anlegen und das Tier aufnehmen.
Laut Tönnies soll der Wal "so schonend wie möglich" in die abgesenkte sogenannte Barge geleitet werden. Die Rinne ist tief genug, dass er ohne Bodenkontakt darin schwimmt. Die Helfer hoffen der Tierärztin zufolge darauf, dass sich das Tier eventuell aus Neugier selbst bis in das Schiff bewegt. Alternativ soll er mit einem Gurtsystem vorsichtig mit Muskelkraft von mehreren Menschen in den Lastkahn gezogen werden.
Die Einsatzkräfte der DLRG sichern die Helfer ab und unterstützen die geplante Verladung, etwa durch das Bugsieren des Lastkahns mit ihren Booten. Sie sind jedoch nicht Teil der Rettungsinitiative, die allein die Verantwortung trägt. Der DLRG-Einsatz bei Poel werde unabhängig vom Ausgang des Bergungsversuchs am Mittwoch definitiv beendet, sagte Einsatzleiter Bartelt. Die zeitlichen Ressourcen seien erschöpft.
Tönnies äußerte sich zunächst nicht zu möglichen Alternativplanungen der Initiative bei einem Scheitern des Rettungsversuchs mit dem Lastkahn am Dienstag. "Wir werden das hinkriegen", betonte sie.
Ein von Experten im Auftrag der Regierung von Mecklenburg-Vorpommern erstelltes wissenschaftliches Gutachten kam bereits vor fast einen Monat zu dem Ergebnis, dass der mutmaßlich kranke oder anderweit massiv beeinträchtigte Wal nicht mehr überlebensfähig ist und sterben wird. Mehrfachstrandungen etwa gelten als sicheres Anzeichen dafür.
M.White--AT