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Frankreich friert Vermögenswerte von umstrittener russischer Journalistin Fedorova ein
Nach Vorwürfen der Propaganda für den Kreml hat Frankreich die Vermögenswerte der russischen Journalistin Xenia Fedorova für sechs Monate eingefroren. Der am Freitag im Amtsblatt veröffentlichte Schritt ziele darauf auf, neue "Einmischungshandlungen" zu verhindern, wie das französische Wirtschaftsministerium erklärte. Die französische Regierung hatte am Mittwoch die Ausweisung von Fedorova angeordnet. Seitdem steht Fedorova unter Hausarrest und muss sich täglich bei der Polizei melden.
Fedorova prangerte am Freitag "politischen Druck" an. "Wir erleben eine völlig neue Form politischen Drucks, die nur ein einziges Ziel hat: die Zensur von Meinungen, die nicht dem offiziellen Diskurs entsprechen", erklärte Fedorova im Onlinedienst X.
Fedorova gilt seit Jahren als das Sprachrohr von Kreml-Chef Wladimir Putin in Frankreich. Präsident Emmanuel Macron bezeichnete sie im Juni als "Propaganda-Agentin".
Fedorova leitete früher das Büro des russischen Senders Russia Today in Paris. Zuletzt geriet sie in Frankreich zunehmend in die Kritik. Der erzkatholische, politisch rechtsaußen stehende Unternehmer Vincent Bolloré öffnete ihr die Türen zu seinem Medienimperium, so dass sie regelmäßig in dessen TV-Sendern wie CNews und Publikationen erschien. Dabei vertrat sie häufig die offizielle Linie Moskaus. Kritiker befürchteten, dass Fedorova mit ihrer Berichterstattung insbesondere die französische Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr beeinflussen könnte.
Fedorova hatte in der Vergangenheit auch in Deutschland gelebt, hier wurde ihr bereits die Einreise untersagt.
Th.Gonzalez--AT