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Zuckerberg und Musk werfen sich gegenseitig Scheu vor möglichem Kampf vor
Der virtuelle Hahnenkampf zwischen Elon Musk und Mark Zuckerberg geht weiter: Beide Tech-Milliardäre beschuldigten sich am Sonntag (Ortszeit) auf ihren jeweils eigenen Online-Plattformen, vor einem bereits angekündigten Kampf gegeneinander zurückzuscheuen.
"Ich denke, wir sind uns alle einig, dass Elon es nicht ernst meint und es an der Zeit ist, nach vorne zu schauen", schrieb Meta-Chef Zuckerberg auf seinem Onlinedienst Threads. "Ich habe einen Termin angeboten ... Elon aber will kein Datum bestätigen, sagt dann, dass er operiert werden muss, und nun möchte er stattdessen eine Proberunde in meinem Hinterhof machen."
"Zuck ist ein Angsthase", antwortete Musk auf dem Onlinedienst Twitter, den er im vergangenen Jahr gekauft und nun in X umbenannt hat. Er wolle am Montag zu Zuckerberg ins Silicon Valley aufbrechen, kündigte Musk weiter an: "Ich kann es kaum erwarten, morgen an seine Tür zu klopfen."
Die beiden Milliardäre pflegen seit Längerem eine mehr oder weniger ernst gemeinte öffentliche Rivalität mit zahlreichen Seitenhieben. Zu direkten Konkurrenten wurden sie, als Zuckerbergs Konzern Meta im Sommer mit der Plattform Threads einen Alternativdienst zu Musks Kurzbotschaftendienst startete und sich binnen weniger Tage mehr als 100 Millionen Nutzer dafür registrierten.
Musk hatte Zuckerberg im Juni zu einem Kampf aufgefordert, dieser ging sofort darauf ein. Sie streben offenbar eine Art Mixed-Martial-Arts-Kampf an: Solche Kämpfe werde in einem Käfig ausgetragen und erlauben eine Reihe von Kampftechniken wie Schläge, Tritte, Ringen, Armhebel und Würgegriffe.
Datum und Ort für den möglichen Kampf stehen bislang aber nicht fest. Am Freitag behauptete Musk, die italienische Regierung habe einem "epischen Ort" als Austragungsort zugestimmt. Der italienische Kulturminister Gennaro Sangiuliano bestätigte lediglich, mit Musk über die Organisation einer Wohltätigkeitsveranstaltung gesprochen zu haben, von der er große Summen an Spenden "für italienische Kinderkrankenhäuser" erwarte.
Seit der vagen Ankündigung eines Kampfs schälte sich der 39-jährige Zuckerberg in den Online-Netzwerken als klarer Favorit gegenüber seinem 52-jährigen Rivalen heraus. Der Facebook-Gründer betreibt seit einiger Zeit den Kampfsport Jiu-Jitsu und gewann nach eigenen Angaben bereits mehrere Medaillen.
Musk sagte ebenfalls am Freitag, dass er sich möglicherweise wegen eines Problems mit dem Schulterblatt einer "kleineren Operation" unterziehen müsse. "Die Genesung wird nur ein paar Monate dauern", fügte er hinzu. Der reichste Mensch der Welt hat eine Titanplatte im Rücken, die zwei Wirbel zusammenhält, sagte aber, dass dies derzeit "kein Problem" darstelle.
Zuckerberg bekräftigte, er sei nach wie vor kampfbereit. Sollte Musk "jemals einem konkreten Datum zustimmen, werdet Ihr es von mir hören. Bis dahin geht bitte davon aus, dass alles, was er sagt, nicht abgesprochen ist."
Y.Baker--AT