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Fast zwei Drittel der Menschen schränken wegen hoher Inflation Ausgaben ein
Die enorm hohe Inflation zwingt viele Menschen zu Einschränkungen beim Einkaufen und zum anstehenden Weihnachtsfest. Einer Umfrage für den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) zufolge geben bereits 63 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher weniger Geld aus, 20 weitere Prozent rechnen damit, dass sie das künftig tun müssen. Der GfK zufolge wollen die Deutschen dieses Jahr auch etwas weniger Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben.
Die meisten Befragten geben laut vzbv weniger Geld für Lebensmittel (61 Prozent) oder Kleidung (56 Prozent) aus oder beabsichtigen, das zu tun. Ebenfalls 56 Prozent konsumieren insgesamt weniger oder planen das. Jeweils mehr als ein Drittel reduzierte bereits Flüge und Autofahrten oder beabsichtigt das.
Insgesamt muss die Mehrheit (58 Prozent) der Verbraucherinnen und Verbraucher derzeit stärker auf den Preis schauen und gibt an, dafür auch Abstriche beim Klimaschutz in Kauf zu nehmen, wie die vzbv-Umfrage weiter ergab. Nur 18 Prozent ist Klimaschutz beim Kauf von Produkten nach wie vor so wichtig, dass sie beim Kauf keine Abstriche machen.
Gleichzeitig ist die Mehrheit der Verbraucher bereit, das eigene Konsumverhalten für den Klimaschutz zu verändern. 75 Prozent würden ihre Kleidung länger tragen, statt neue zu kaufen, für 33 Prozent kommt Secondhand in Frage. 60 Prozent wollen energiesparende Elektrogeräte kaufen, weitere 45 Prozent würden defekte Geräte reparieren lassen anstatt sie neu zu kaufen. Für die Erhebung wurden Anfang Oktober 1000 Menschen ab 18 im Internet befragt.
Die Inflation dürfte sich auch unter dem Weihnachtsbaum bemerkbar machen: Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens GfK will ein Drittel der Deutschen dieses Jahr weniger Geld ausgeben als im vergangenen Jahr. Nur 48 Prozent gaben an, genauso viel Geld investieren zu wollen. Zudem wollen 74 Prozent der Befragten generell stärker auf den Preis schauen und etwa im Angebot kaufen.
Im Schnitt wollen Konsumenten dieses Jahr pro Kopf 299 Euro für Geschenke ausgeben. Das sind acht Prozent weniger als vergangenes Jahr (325 Euro). Am liebsten werden Lebensmittel verschenkt, etwa Pralinen, Wein und Präsentkörbe, außerdem Kleidung, Bücher, Spielzeug und Geld.
Gespart werden soll auch beim Weihnachtsessen und bei der Beleuchtung - jedoch gaben nur zwölf Prozent an, sich dieses Jahr gar nichts schenken zu wollen. Damit blieb der Wert stabil. Für die GfK wurden Mitte November 1000 Erwachsene befragt.
Die Inflation in Deutschland hatte im Oktober einen neuen Höchststand von 10,4 Prozent erreicht. Angetrieben wurde die Teuerung von den Preisen für Energie sowie Lebensmittel.
K.Hill--AT