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Frankreichs Premierministerin ruft Unternehmen zum freiwilligen Energiesparen auf
Frankreichs Premierministerin Elisabeth Borne hat die Unternehmen zum freiwilligen Energiesparen aufgerufen und zugleich mit Rationierungen gedroht. "Wenn nicht jeder mitmacht, (...) dann werden wir einen geringeren Verbrauch durchsetzen müssen", sagte sie am Montag vor den Mitgliedern des Unternehmerverbands Medef. Jedes Unternehmen solle im September einen Plan aufstellen, um bis 2024 zehn Prozent weniger Energie zu verbrauchen.
"Wenn es zu Rationierungen kommt, werden die Unternehmen als erste betroffen sein", sagte Borne. Ziel sei es, "die Gaskrise im Winter zu durchstehen und den Klimawandel zu begrenzen". Sie mahnte die Unternehmen, "lieber freiwillig zu sparen als Einschränkungen zu erleiden". Anfang Oktober solle eine erste Bilanz gezogen werden.
Der Chef des Unternehmerverbands Geoffroy Roux de Bézieux sagte zu, dass die Unternehmen "ihren Teil beitragen" werden.
Privathaushalte sollten sich je nach ihren Verhältnissen am Energiesparen beteiligen. "Die Franzosen, die Energie kaum bezahlen können, werden nicht diejenigen sein, die zusätzliche Anstrengungen leisten sollen", betonte Borne.
Zu Beginn der Konferenz hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft an französische Unternehmer appelliert, massiv in den Wiederaufbau seines Landes nach dem Ende des russischen Angriffskriegs zu investieren. Er hoffe auf "Tausende von Verträgen und Tausende von Arbeitsplätzen", sagte er.
R.Lee--AT