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Reispreis in Japan fällt erstmals seit dreieinhalb Jahren
In Japan ist der Preis für Reis erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder gefallen. Er lag im Mai 5,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, wie es am Freitag aus dem Innenministerium in Tokio hieß. Es sei der erste Preisrückgang seit November 2022.
Vor allem 2024 und 2025 war der Reispreis stark gestiegen. Verantwortlich waren mehrere Faktoren: eine sehr schlechte Ernte 2023 nach einem ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer, Händler, die Reis in der Erwartung steigender Preise horteten und 2024 Panikkäufe nach der Warnung vor einem Erdbeben, das dann nicht stattfand. Die japanische Regierung machte auch die stark gestiegene Zahl der Touristen verantwortlich. Experten weisen darauf hin, dass die Anbaufläche seit Jahrzehnten schrumpft und viele Reisbauern altersbedingt aufgeben, ohne Nachfolger zu finden.
Der hohe Reispreis, allgemein steigende Lebenshaltungskosten und Korruptionsskandale hatten dazu geführt, dass die Regierung von Shigeru Ishiba im vergangenen Jahr abgewählt wurde. Die neue Regierung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi ergriff mehrere Maßnahmen, um den Reispreis zu stabilisieren, so gab sie etwa Notfallreserven frei.
T.Perez--AT