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Bahn trennt sich nach weniger als vier Monaten von Finanzvorständin Dohm
Die Deutsche Bahn (DB) hat sich nach weniger als vier Monaten von Finanzvorständin Karin Dohm getrennt. Die Entscheidung sei "einvernehmlich" und "ausdrücklich nicht aufgrund der in der Öffentlichkeit diskutierten Vorwürfe oder Mutmaßungen" getroffen worden, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung der DB. "Zweifel an der fachlichen Qualifikation, Integrität oder ordnungsgemäßen Amtsführung von Frau Dohm bestehen nicht", hieß es weiter.
Dohm hatte ihr Amt als Finanzvorständin der DB zum Dezember 2025 angetreten. Knapp drei Monate später hatten Medien ihre bevorstehende Abberufung gemeldet. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete Ende März aus einem Schreiben des DB-Vorstands an Aufsichtsratschef Werner Gatzer. "Das Vertrauensverhältnis eines jeden Einzelnen zu Frau Dohm ist nachhaltig, tiefgreifend und unwiederbringlich gestört", zitierte die "SZ" aus dem Brief.
Die Bahn erklärte nun, der Aufsichtsrat habe sich "eingehend" mit den öffentlich diskutierten Vorwürfen und Mutmaßungen befasst. Vor diesem Hintergrund "besteht kein Anlass für einen Vertrauensentzug", hieß es in der Erklärung. Vielmehr seien die ersten Monate der Zusammenarbeit "von einer Phase vertiefter Abstimmungen über die Ausgestaltung von Entscheidungsprozessen, Zuständigkeiten und Steuerungsmechanismen geprägt" gewesen. Dabei habe sich gezeigt, dass unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige Ausgestaltung der Funktion sowie zentrale Fragen der Unternehmensentwicklung bestehen".
Dohm hatte als Finanzchefin bei der Baumarktkette Hornbach gearbeitet und war dann im Frühjahr 2025 zum Autozulieferer Conti gewechselt, wo sie aber auch nur wenige Monate blieb.
T.Sanchez--AT