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Chemiekonzern BASF eröffnet riesiges neues Werk in China
Der deutsche Chemiekonzern BASF hat am Donnerstag in China einen neuen Werkskomplex eröffnet. Das Areal in Zhanjiang in der Provinz Guandong erstreckt sich nach Angaben des Konzerns über rund vier Quadratkilometer und beinhaltet ein Reihe von Werken für die Produktion einer Vielzahl chemischer Stoffen. Es handelt sich um das bislang größte Investitionsprojekt von BASF.
"Zhanjiang zeigt, wie die Zukunft der Chemie aussieht: effizient, digital und von Anfang an bewusst nachhaltig", erklärte BASF-Chef Markus Kamieth. "Der Standort zeigt eine smarte integrierte Verbundstruktur im industriellen Maßstab." Arbeiten sollen dort künftig rund 2000 Menschen. Die Produkte werden vor allem für Kunden in China hergestellt.
BASF führt an, dass seine Expansion in China, dem weltweit größten Chemiemarkt, notwendig für die Zukunftsperspektiven des Konzerns ist. "China bleibt der Markt mit dem größten Wachstumspotenzial für unsere Branche", sagte Kamieth in dieser Woche dem "Handelsblatt".
In Deutschland steckt die Chemieindustrie derweil in der Krise. Hohe Energiekosten, bürokratische Hürden und nicht zuletzt die kostengünstigere Konkurrenz aus China machen den heimischen Unternehmen zu schaffen. BASF hatte zuletzt an seinem Stammsitz in Ludwigshafen zahlreiche Jobs abgebaut. Für viel Kritik sorgt auch die Verlagerung von Bürojobs des Unternehmens von Berlin nach Indien.
Auch gibt es Bedenken hinsichtlich der Ausweitung der Investitionen in China. Die Bundesregierung hatte Unternehmen explizit dazu aufgefordert, Risiken wegen einer zu einseitigen Abhängigkeit von der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt durch eine Diversifizierung in andere Märkte zu verringern.
O.Brown--AT