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EU will Entwicklung neuer Verteidigungstechnologien mit 115 Millionen Euro fördern
Die EU will die Entwicklung neuer Verteidigungstechnologien beschleunigen und dafür ein Förderprogramm in Höhe von 115 Millionen Euro auflegen. Das "Agile" genannte Programm solle "unsere kreativsten Technologie-Unternehmen" der Rüstungsindustrie näher bringen, erklärte EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen am Mittwoch. Verteidigungskommissar Andrius Kubilius erläuterte, besonders kleinere Unternehmen könnten "Innovation, Flexibilität und kosteneffiziente Lösungen bringen".
Das Programm sieht vor, dass zunächst in einem Pilotversuch zwischen 20 und 30 Projekte mit jeweils einer bis fünf Millionen Euro unterstützt werden. Dabei soll der Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-Ups aus den EU-Ländern, Länder der Europäischen Freihandelszone Efta sowie der Ukraine gerichtet sein. Das Programm soll die Entwicklung und Erprobung von Verteidigungsinnovationen sowie deren Markteinführung beschleunigen. Als Beispiele nennt die Kommission KI- und Quantentechnologie sowie Drohnen.
"Agile" (deutsch: agil, beweglich, flexibel) ziele darauf ab, eine "beispiellos kurze Bewilligungsdauer von nur vier Monaten zu erreichen und Technologien innerhalb von ein bis drei Jahren zu den Streitkräften zu bringen", teilte die Kommission mit. Finanziert werden soll das Programm aus dem EU-Haushalt.
Der Kommissionsvorschlag muss nun noch vom Rat der EU-Länder und dem Europaparlament angenommen werden. Die Kommission geht davon aus, dass das Programm Anfang 2027 beginnen könnte.
E.Hall--AT