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Umfrage: Jedes dritte Kind in Klassenchats sieht problematische Inhalte
Problematische Inhalte gehören für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag in Klassenchats. Rund 35 Prozent der Zehn- bis 16-Jährigen sahen dort bereits belastende oder unangenehme Inhalte, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Befragung des Westdeutschen Rundfunks (WDR) hervorgeht. Von denjenigen mit entsprechenden Erfahrungen erlebten 69 Prozent Beleidigungen oder Bloßstellungen von Mitschülern oder Lehrkräften.
54 Prozent von ihnen gaben an, Ausgrenzung oder Mobbing beobachtet zu haben. Zudem sahen 26 Prozent der Betroffenen Bilder oder Videos von Gewalt oder Verletzungen. 17 Prozent berichteten demnach von Inhalten, die zu Hass, Gewalt oder Ausgrenzung gegen bestimmte Gruppen aufriefen. Zwölf Prozent gaben an, bereits Nacktbilder oder -videos in Klassenchats gesehen zu haben.
Die Befragung zeigt darüber hinaus Auswirkungen von Klassenchats auf die Betroffenen. 25 Prozent der Kinder gaben an, sich wegen Inhalten im Klassenchat Sorgen gemacht zu haben. 19 Prozent hatten in diesem Zusammenhang das Gefühl, ihr Handy nicht weglegen zu können. 17 Prozent hatten zeitweise keine Lust, in die Schule zu gehen. Acht Prozent berichteten, deswegen schon geweint zu haben.
Klassenchats sind unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet. Wie aus der Befragung hervorgeht, sind acht von zehn Schülerinnen und Schülern Mitglied in einem solchen Klassenchat. Für die Erhebung befragte das Institut Infratest dimap im Auftrag des WDR im Internet insgesamt 1257 Schülerinnen und Schüler zwischen zehn und 16 Jahren. Von ihnen nutzten 1029 einen Klassenchat.
N.Mitchell--AT