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USA lockern Restriktionen für venezolanische Ölexporte nach Kuba
Die US-Regierung lockert die Beschränkungen für venezolanische Ölexporte nach Kuba aus humanitären Gründen. Das Finanzministerium in Washington teilte am Mittwoch mit, es handele sich um eine Maßnahme der "Solidarität mit dem kubanischen Volk", die Regierung in Havanna dürfe hingegen nicht von den Lockerungen profitieren. Die Wirtschafts- und Energiekrise in Kuba hat sich durch die US-Blockade von Öllieferungen aus Venezuela massiv verschärft.
Das kommunistisch regierte Kuba steckt in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Seit Ende 2024 gab es fünf landesweite Stromausfälle, die teilweise mehrere Tage dauerten. Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo.
Seit Jahresbeginn hatte sich die Energiekrise in dem Karibikstaat durch US-Sanktionen massiv verschärft: US-Präsident Donald Trump ließ nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar Venezuelas Öllieferungen an Kuba einstellen. Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen.
Seit Wochen sind nun keine Tanker mit Öl- oder Kraftstofflieferungen in Kuba mehr angekommen. Weil die Reserven zur Neige gehen, ordnete die Regierung in Havanna umfassende Energiesparmaßnahmen an. Universitäten wurden geschlossen, der Schulunterricht sowie der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt und Arbeitszeiten reduziert. Kuba hatte bereits zuvor mit häufigen Stromausfällen sowie Lebensmittel- und Medikamentenknappheit zu kämpfen.
A.Moore--AT