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Neuwagenmarkt in der EU zum Jahresbeginn schwach
Der Neuwagenmarkt in der EU ist schwach in das neue Jahr gestartet. Im Januar wurden mit knapp 800.000 Autos 3,9 Prozent weniger Neuwagen zugelassen als im Vorjahresmonat, wie der europäische Herstellerverband Acea am Dienstag mitteilte. Der E-Autoanteil lag mit 19,3 Prozent zwar deutlich höher als im Vorjahr (14,9 Prozent), jedoch auch spürbar niedriger als im Dezember (22,6 Prozent).
Bei Weitem die beliebteste Antriebsart war im Januar der Hybridmotor. 38,6 Prozent der Neuwagen waren Hybride, weitere 9,8 Prozent Plug-in-Hybride. Der kombinierte Anteil von Diesel- und Benzinautos sank hingegen auf gut 30 Prozent. Der Anteil neuer Benzinautos lag damit nur noch knapp über dem E-Autoanteil.
Die Beratungsfirma EY sprach von einem "Fehlstart" ins neue Jahr für die Autohersteller. Zudem sei keine Erholung zu erwarten, erklärte der EY-Experte Constantin Gall. "Die Konjunktur schwächelt, schlechte Nachrichten aus Wirtschaft und Politik drücken auf die Stimmung, und eine Besserung der Lage ist nicht abzusehen. In diesen Zeiten bleiben Unternehmen und Privatleute bei größeren Anschaffungen vorsichtig."
Für die deutschen und europäischen Hersteller befürchtet Gall zudem die zunehmende Konkurrenz chinesischer Hersteller. "In einigen EU-Ländern erzielen chinesische Autokonzerne deutlich steigende Absatzzahlen und teils zweistellige Marktanteile", erklärte er. "Auf EU-Ebene sind die Absatzzahlen der chinesischen Marken allerdings noch überschaubar, auch weil die Autokäufer in den größten Märkten wie Deutschland und Frankreich zumindest bislang noch eindeutig europäische Marken bevorzugen."
A.Moore--AT