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Nvidia und Google setzen auf weiteren KI-Boom in Indien
Im Investitionshochlauf bei Künstlicher Intelligenz (KI) setzen die US-Technologieriesen Nvidia und Google verstärkt auf den indischen Markt. Der Chipriese Nvidia kündigte am Mittwoch Kooperationen mit mehreren Unternehmen aus dem bevölkerungsreichsten Land der Welt an, Google den Bau neuer Unterseekabel an, die den Subkontinent mit weiteren weltweiten Standorten verbinden sollen. In Indien findet derzeit ein wichtiger KI-Gipfel statt.
Nvidia-Chef Jensen Huang erklärte, sein Unternehmen wolle "den Grundstein für eine KI-Infrastruktur von Weltklasse" legen, welche "das Wachstum Indiens vorantreiben" werde. Demnach will Nvidia gemeinsam mit dem auf Rechenzentren und Cloud-Dienste spezialisierten indischen Unternehmen L&T "die größte KI-Fabrik Indiens" schaffen. L&T teilte mit, der Einsatz von Nvidia-Chips werde es dem Unternehmen ermöglichen, Rechenzentren mit einer Kapazität von 30 Megawatt in Chennai im Südosten Indiens und mit 40 Megawatt in Mumbai im Westen auszustatten.
Nvidia gab zudem eine Vereinbarung mit dem indischen Unternehmen Yotta bekannt. Der US-Chiphersteller ist der weltweit bedeutendste Produzent hochentwickelter Grafikprozessoren, die in leistungshungrigen Rechenzentren für generative KI-Modelle verwendet werden. Yotta wird demnach im Rahmen einer Investition in Höhe von zwei Milliarden Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) Nvidia-Chips einsetzen.
Google wiederum teilte mit, es sollten drei Unterwasserverbindungen zwischen Indien und Singapur, Südafrika und Australien entstehen. Außerdem sollen demnach "vier strategische Glasfaserstrecken" gebaut werden, die die Netzwerkanbindung und -kapazität zwischen den USA und Indien sowie "mehreren Standorten in der südlichen Hemisphäre verbessern".
In Indien kommen in dieser Woche neben Unternehmensvertretern auch dutzende Staats- und Regierungschefs sowie Ministerdelegationen zusammen, um über die Chancen durch KI zu sprechen - aber auch über die Risiken, von Arbeitsplatzverlusten bis hin zur wachsenden Gefahr durch Falschinformationen.
Indien war im vergangenen Jahr laut einer Auswertung der Stanford University bei der Wettbewerbsfähigkeit im KI-Bereich auf den dritten Platz vorgerückt und hatte damit Südkorea und Japan überholt. Um mit den USA und China konkurrieren zu können, hat das Land nach Experteneinschätzungen aber noch einen langen Weg vor sich.
M.White--AT