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Wirtschaftsministerin Reiche will in Saudi-Arabien "Partnerschaft vertiefen"
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) reist am Samstag begleitet von einer großen Wirtschaftsdelegation nach Saudi-Arabien. Ziel des Besuchs sei es, die Partnerschaft beider Länder zu vertiefen, erklärte Reiche. "In einer geopolitisch unsicheren Welt ist der Ausbau verlässlicher Partnerschaften von zentraler Bedeutung." Am Mittwoch reist dann auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in die Golfregion.
Saudi-Arabien sei für Deutschland ein strategischer Partner – wirtschaftlich, energiepolitisch und technologisch, erklärte Reiche. Beide Länder wollten ihre Partnerschaft insbesondere in den Bereichen Energie, Startups, Künstliche Intelligenz, Verteidigung und Zukunftstechnologien vertiefen.
Reiches Reise ist bis Dienstag angesetzt. Auf dem Programm stehen in der Hauptstadt Riad bilaterale Gespräche um Ausbau der deutsch-saudiarabischen Kooperation und eine Sitzung der gemischten Wirtschaftskommission zusammen mit dem saudiarabischen Energieminister Prinz bin Abdulasis al-Saud. In Dschidda will Reiche Unternehmen besuchen und den Grundstein für neue Fabrikgebäude der Juffali Commercial Vehicles legen, dem örtlichen Vertragsproduzenten von Mercedes-Benz Trucks und der Saudi Liebherr Company.
Deutschland ist der wichtigste Wirtschaftspartner Saudi-Arabiens innerhalb der Europäischen Union, wie das Bundeswirtschaftsministerium betonte. Das bilaterale Handelsvolumen liege bei über zehn Milliarden Euro, wobei die deutschen Exporte nach Saudi-Arabien im vergangenen Jahr deutlich gestiegen seien.
Derzeit sind den Angaben zufolge mehr als 800 deutsche Unternehmen in Saudi-Arabien aktiv. Die Investitionsprogramme Saudi-Arabiens, unter anderem in den Bereichen Infrastruktur, erneuerbare Energien, digitale Technologien, Tourismus und Bergbau, eröffneten "attraktive Marktchancen für deutsche Unternehmen". Saudi-Arabien könne zudem ein zentraler Energiepartner für Deutschland werden, insbesondere im Hinblick auf den Aufbau einer globalen sauberen Wasserstoffwirtschaft, erklärte das Ministerium.
Reiche hatte im November bereits eine viertägige Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Katar absolviert. Alle drei arabische Staaten sind wichtige Abnehmer deutscher Industrieprodukte und liefern vor allem Erdöl und Erdgas.
F.Ramirez--AT