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Uli Hoeneß kritisiert Musiala-Vertrag: „Leistung entspricht nicht mehr dem Vertrag“
Der FC Bayern München steht vor einer schwierigen Situation bezüglich seines Topstars Jamal Musiala. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat in einem Interview Zweifel an der aktuellen Vertragssituation geäußert und gefragt, ob die Leistung des neurologisch erkrankten Spielers noch dem vereinbarten Rahmen entspricht. Zudem sprach er über Harry Kane und Trainer Vincent Kompany.
Uli Hoeneß hat in einem aktuellen Interview deutliche Zweifel an der aktuellen Leistungsfähigkeit von FC Bayern-Star Jamal Musiala geäußert. Der Ehrenpräsident des Vereins sah sich am Sonntag während seines Auftritts bei der BR-Sendung „Der Sonntags-Stammtisch“ mit der komplexen Situation um den verletzten Offensivspieler konfrontiert und hinterfragte dabei die Passgenauigkeit von Musialas Vertrag.
Musiala, der unter einer neurologischen Dysfunktion leidet und bereits zweimal während eines Spiels zusammengebrochen war, befindet sich in einer schwierigen Phase. Hoeneß beschrieb das Dilemma des Vereins: Der Spieler habe eine Krankheit, die nicht ohne Weiteres heilbar sei, aber durch Medikamente einigermaßen beherrschbar bleibe. Dennoch bestehe Unsicherheit darüber, ob Musiala jemits wieder die volle Leistungsfähigkeit erreichen werde, die er früher besessen habe.
Ein zentraler Punkt der Kritik Hoeneß’ betraf die finanzielle und vertragliche Dimension. Musiala ist mit Harry Kane einer der bestbezahlten Spieler im Kader. Nach harten Verhandlungen hatte er seinen Vertrag 2025 bis zum Jahr 2030 verlängert und verdient rund 25 Millionen Euro pro Saison. Hoeneß stellte die rhetorische Frage, wie der Verein reagieren würde, sollte man den Vertrag infrage stellen: „Stellen Sie sich mal vor, der FC Bayern würde jetzt seinen Vertrag infrage stellen und sagen: Das, was er jetzt leisten kann, ist ja nicht mehr das, was im Vertrag steht.“
Trotz dieser kritischen Worte gibt es auch positive Entwicklungen. Musiala hat sich von einem Muskelfaserriss erholt und ist wieder ins Mannschaftstraining integriert. Er soll nach der anstehenden Länderspielpause wieder einsatzfähig sein.
Neben dem Thema Musiala sprach Hoeneß auch über andere aktuelle Themen beim FC Bayern. Zum einen lobte er die Persönlichkeit von Harry Kane. Der englische Stürmer habe eine gute Charakterstärke und trage dazu bei, dass sich Spielerfamilien in München sicher fühlen würden. Hoeneß verwies darauf, dass Kane betone, das Gesundheitssystem sei hervorragend und man könne ohne Angst durch die Straßen laufen – ein Argument, das früher viele Spieler von einem Wechsel in die Premier League abgehalten hätte.
Auch die Genesung von Trainer Vincent Kompany war Thema. Dieser litt unter einer schweren Grippe, aus der sich eine Hirnhautreizung entwickelte. Hoeneß schloss nicht aus, dass er versehentlich den Begriff „Hirnhautentzündung“ verwendete, betonte aber, dass die Diagnose heilbar sei und Kompany unter starkem Stress gestanden habe. Der Trainer arbeite zwölf Stunden am Tag. Hoeneß ging davon aus, dass Kompany in zwei bis drei Wochen wieder auf der Bank sitzen werde.
Zudem kommentierte Hoeneß den Jubel des jungen Lennart Karl nach einem Tor. Der 18-Jährige hatte sich über Kommentare zu seinem Privatleben lustig gemacht. Hoeneß sah darin keine Störung, sondern eine Chance für die Entwicklung junger Spieler. Er erklärte, bei seinen eigenen Toren in der Vergangenheit habe er oft mitgewirkt, weil andere Spieler etwas über sein Privatleben gesagt hätten. „Wenn ein junger 18-Jähriger von mir nicht noch etwas annimmt, dann müssen wir aufhören“, sagte Hoeneß und betonte die Verantwortung der Verantwortlichen, junge Spieler vor äußeren Einflüssen zu schützen.
Abschließend äußerte sich Hoeneß zur Champions-League-Saison. Er warnte davor, den Sieg bereits im Vorfeld als sicher darzustellen. Kein Verein – weder Real Madrid, Manchester City, Barcelona noch Paris Saint-Germain – könne dies garantieren. Wichtig sei für den FC Bayern, dass man es geschafft habe, wieder im „Konzert der Großen“ mitzuspielen und nicht nur über die besten Einzelspieler zu verfügen, sondern ein Team zu sein, das sich zuletzt bewiesen habe.
T.Wright--AT