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Chinesischer Sportartikelhersteller will größter Anteilseigner bei Puma werden
Der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports hat sich mit der Artémis-Holding des französischen Milliardärs François Pinault auf den Kauf von etwas mehr als 43 Millionen Aktien des deutschen Sportbekleidungsherstellers Puma zum Preis von 35 Euro pro Aktie geeinigt. Durch das Geschäft in Höhe von etwa 1,51 Milliarden Euro würde Anta etwa 29 Prozent an Puma übernehmen und Artémis als größten Anteilseigner ablösen, wie am Dienstag aus einer Mitteilung an der Hongkonger Börse hervorging.
Der Kauf soll vorbehaltlich der entsprechenden behördlichen Genehmigungen und üblichen Abschlussbedingungen bis Ende 2026 abgeschlossen sein, wie Anta in einer Pressemitteilung erklärte.
Anta erklärte, die erworbene Beteiligung werde voraussichtlich "seine Präsenz und Markenbekanntheit auf dem globalen Sportartikelmarkt weiter stärken und damit seine internationale Gesamtwettbewerbsfähigkeit erhöhen." Der chinesische Sportartikelriese will demnach daran arbeiten, "Pumas starke Markenidentität und -tradition zu bewahren, mit dem Ziel, Puma dabei zu helfen, sein Markenpotenzial voll auszuschöpfen".
Pumas Aktienkurs in den vergangenen Monaten spiegele "das langfristige Potenzial der Marke nicht vollständig wider", erklärte Antas Vorstandsvorsitzender Ding Shizhong. Das Unternehmen erklärte, es gebe keine Pläne für eine vollständige Übernahme Pumas. Jedoch werde "die Möglichkeit einer weiteren Vertiefung der Partnerschaft zwischen beiden Parteien in Zukunft sorgfältig" geprüft werden.
Das chinesische Unternehmen mit Sitz in der südöstlichen Provinz Fujian ist einer der größten Sportartikelhersteller der Welt. Durch seine Tochtergesellschaft Amer Sports ist Anta Mutterunternehmen vieler globaler Marken, darunter Wilson, Arcteryx und Salomon. Zudem kontrolliert es die Rechte im riesigen chinesischen Markt für ausländische Sportbekleidungsfirmen wie Fila und Descente.
Puma kämpft seit einigen Monaten mit einer schwachen Nachfrage und verzeichnete im dritten Quartal des vergangenen Jahres einen Umsatzrückgang von mehr als 15 Prozent. Pumas Geschäftsführer Arthur Hoeld, der im vergangenen Jahr die Leitung des Unternehmens übernommen hatte, erklärte, die Marke sei "zu kommerziell" geworden und habe im vergangenen Jahr einen "Reset" vollzogen, um Markenattraktivität, Vertriebsqualität und Produktangebot zu verbessern.
A.Taylor--AT