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Startups aus Deutschland sammelten 2025 knapp 8,4 Milliarden Euro von Investoren ein
Startups aus Deutschland haben im vergangenen Jahr knapp 8,4 Milliarden Euro Risikokapital von Investoren eingesammelt. Die Investitionssumme stieg damit im Vorjahresvergleich um 19 Prozent, das war der dritthöchste Wert in der Startup-Geschichte, wie das Beratungsunternehmen EY am Montag mitteilte. Am meisten Geld bekamen demnach Jungunternehmen in Bayern. Die drei größten Investitionssummen gingen an Technologieunternehmen.
Die höchste Finanzierungssumme erhielt wie im Vorjahr der Drohnenhersteller Helsing aus München, wie EY mitteilte. Es waren 600 Millionen Euro und damit 150 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Dahinter folgten das Energieunternehmen Green Flexibility mit 400 Millionen Euro und das Biotech-Unternehmen Tubulis mit 344 Millionen Euro. Alle drei sind in Bayern beheimatet - insgesamt kommen sieben der zehn Startups mit den höchsten Investitionsrunden aus Bayern, zwei aus Berlin und eins aus Baden-Württemberg.
"Bayern festigt aktuell seine Position als sehr erfolgreicher und dynamischer Startup-Standort", erläuterte EY-Experte Thomas Prüver. Dies liege vor allem am Fokus des dortigen Startup-Ökosystems. "Während der Schwerpunkt der Jungunternehmen aus Berlin nach wie vor deutlich stärker auf den aktuell etwas schwächelnden Bereichen E-Commerce und FinTech liegt, profitieren bayrische Startups von ihrem Tech- und Defense-Fokus und dem weltweiten KI-Boom."
Der Anstieg der Investitionssumme für Startups insgesamt ist laut EY auf die Zunahme großer Deals zurückzuführen. 2025 gab es demnach 18 Großinvestitionen mit einem Finanzierungsvolumen von jeweils mindestens 100 Millionen Euro, das waren sechs mehr als im Vorjahr.
Eines der vielversprechendsten Felder für Investitionen ist laut der Analyse die Künstliche Intelligenz (KI). Startups aus dem Bereich Software & Analytics erzielten ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 2,7 Milliarden Euro und damit fast 450 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Dahinter folgten der Energiesektor und der Sektor Gesundheit.
Das Investitionsklima in Deutschland ist laut Prüvers Einschätzung "grundsätzlich weiterhin vielversprechend". Zwar habe die aktuell schwindende Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland auch Auswirkungen auf Investitionen in hier gegründete Startups; Faktoren wie hohe Energiekosten, anhaltender Fachkräftemangel, komplexe regulatorische Rahmenbedingungen und eine insgesamt schwierige konjunkturelle Lage erschwerten derzeit das Umfeld für alle Unternehmen. "Dennoch schaffen es deutsche Startups wieder besser, an frisches Kapital zu gelangen."
Dabei gelinge dies vor allem jungen Unternehmen, die bereits erste Erfolge vorweisen können. Für "sehr junge" Unternehmen bleibe die Lage schwierig, erklärte Prüver. Das zeige die Zahl an kleineren Deals, die 2025 weiter gesunken war.
M.O.Allen--AT