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China verzeichnet 2025 Wirtschaftswachstum von fünf Prozent
China hat im vergangenen Jahr ein Wirtschaftswachstum von fünf Prozent verzeichnet, eines der niedrigsten seit Jahrzehnten in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal des vergangenen Jahres um 4,5 Prozent zu, wie die chinesische Regierung am Montag mitteilte. Das von Peking festgelegte Wachstumsziel von "rund fünf Prozent" sei damit erreicht worden.
Die chinesische Wirtschaft steht weiterhin vor einer Reihe von Herausforderungen, darunter schwacher privater Konsum und eine anhaltende Krise im Immobiliensektor. Die Einzelhandelsumsätze stiegen nach Angaben des Nationalen Statistikamtes im Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent. Das entspricht dem langsamsten Wachstum seit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen vor knapp drei Jahren.
Die Investitionen in Sachanlagen in China gingen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent zurück, was eine unvermeidliche Korrektur nach dem Immobilien- und Infrastrukturboom der vergangenen Jahrzehnte darstellt. Die Immobilieninvestitionen gingen im letzten Jahr um 17,2 Prozent zurück.
Die Industrieproduktion stieg im Dezember um 5,2 Prozent, was einen Rückgang gegenüber 5,8 Prozent im Jahr 2024 darstellt.
Vergangene Woche hatte Peking für das Jahr 2025 einen Rekord-Handelsüberschuss von 1,2 Billionen Dollar bekanntgegeben. Exporte sind traditionell der Antrieb der chinesischen Volkswirtschaft. Der Handelsstreit zwischen Washington und Peking, in dessen Verlauf beide Seiten zwischenzeitlich Zollsätze in dreistelliger Höhe erhoben, führte zu einem Einbruch der chinesischen Exporte in die USA um 20 Prozent. Die Importe aus den USA fielen um 14,6 Prozent.
Andere Länder machten den Exporteinbruch jedoch mehr als wett: Lieferungen an die Mitglieder des südostasiatischen Staatenbundes Asean kletterten gegenüber 2024 um 13,4 Prozent. In afrikanische Länder lieferten die chinesischen Unternehmen sogar 25,8 Prozent mehr Waren. Auch die Ausfuhren in die Europäische Union stiegen (plus 8,4 Prozent), während die Einfuhren aus der EU abnahmen.
K.Hill--AT