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Werkstatt und Restaurant: Dienstleistungen treiben Verbraucherpreise weiter an
Dienstleistungen wie die Autoreparatur, Fahrscheine und der Restaurantbesuch haben im vergangenen Jahr erneut besonders für den Anstieg der Verbraucherpreise gesorgt. Die Inflationsrate lag 2025 bei 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte und damit eine erste Schätzung bestätigte. "Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich damit stabilisiert", erklärte die Präsidentin der Behörde, Ruth Brand.
"Im Jahresdurchschnitt 2024 hatte die Inflationsrate ebenfalls bei plus 2,2 Prozent gelegen, in den Jahren zuvor deutlich über 2 Prozent", fuhr die Behördenchefin fort. Dämpfend wirkte sich den Angaben nach besonders der Preisrückgang von 2,4 Prozent bei der Energie aus - aber auch die Lebensmittel, deren Preise nur um 2,0 Prozent stiegen.
Die sogenannte Kerninflation - also die Preisentwicklung ohne die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel und Energie - lag der Behörde zufolge im vergangenen Jahr bei 2,8 Prozent. "Im Vergleich zu den beiden Vorjahren hat sich dieser Wert 2025 somit abgeschwächt, lag aber weiterhin über der Gesamtteuerung", erklärte das Bundesamt.
Wie schon in den zwei Jahren zuvor verteuerten sich im vergangenen Jahr die Preise für Dienstleistungen mit 3,5 Prozent nach Behördenangaben im Jahresdurchschnitt besonders stark. Verbraucherinnen und Verbraucher mussten zum Beispiel um 11,4 Prozent höhere Preise für kombinierte Personenbeförderung zahlen - also Fahrscheine der Verkehrsverbünde oder das Deutschlandticket.
Die Preise für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen stiegen um 8,7 Prozent, Versicherungen wurden um 7,4 Prozent teurer. Ebenfalls verteuerten sich Wartung und Reparaturen in Kfz-Werkstätten, Pauschalreisen und Gaststättenbesuche deutlich. Günstiger als im Vorjahr waren hingegen Telekommunikationsdienstleistungen.
Bei den Lebensmitteln entwickelten sich die Preise je nach Produkt teils gegenläufig, wie das Statistikamt erklärte. So kletterten die Preise für Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren beispielsweise um 5,9 Prozent, während sich Speisefette und -öle um 1,0 Prozent verbilligten.
Zum Jahresende verlangsamte sich der Anstieg der Verbraucherpreise der Behörde zufolge. Die Inflationsrate lag im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 1,8 Prozent. In den Vormonaten hatte der Wert jeweils höher gelegen - im Oktober sowie im November lag die Inflationsrate noch bei jeweils 2,3 Prozent.
O.Ortiz--AT