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Siedlungs- und Verkehrsfläche wächst pro Tag um 50 Hektar
Platz für neue Häuser, Fabriken, Parks: Die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland ist in den Jahren 2021 bis 2024 um durchschnittlich 50 Hektar am Tag gewachsen. Der größte Teil ging auf Flächen für Wohnbau, Industrie- und Gewerbeflächen zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Sie wuchsen im Schnitt um 36 Hektar pro Tag. Sport-, Freizeit- und Erholungsflächen nahmen demnach um 14 Hektar pro Tag zu. Die Verkehrsflächen blieben nahezu unverändert.
Insgesamt umfasst die Fläche Deutschlands 35,8 Millionen Hektar. Die Fläche für Vegetation bildet mit fast 30 Millionen Hektar oder 83,1 Prozent den höchsten Anteil, wie das Statistikamt betonte. Die Vegetationsfläche besteht demnach im Wesentlichen aus Flächen für Landwirtschaft mit rund 50 Prozent und Waldflächen mit fast 30 Prozent. 2,3 Prozent der bundesdeutschen Fläche sind mit Gewässern bedeckt.
Der Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche von 2021 bis 2024 war etwas geringer als der Anstieg von 2020 bis 2023, als er 51 Hektar pro Tag betragen hatte. 2019 bis 2022 war dieser Anstieg mit 49 Hektar aber schon einmal niedriger ausgefallen.
Ziel der Bundesregierung ist es, den täglichen Anstieg im Vierjahres-Durchschnitt bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar zu begrenzen. Bis 2050 werde eine Flächenkreislaufwirtschaft angestrebt, erklärte das Statistikamt. Dann sollen netto keine weiteren Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke beansprucht werden.
A.Taylor--AT