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Grünen-Politikerin Dröge: Rentenbeginn nach Beitragsjahren benachteiligt Frauen
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat den Vorschlag der Verknüpfung von Renteneintritt und Beitragsjahren zurückgewiesen und das mit der Benachteiligung von Frauen begründet. Frauen hätten oft weniger Beitragsjahre als Männer, weil sie Kindererziehungszeiten stärker übernähmen und weil sie sich häufig um Angehörige in der Pflege kümmerten, sagte sie am Dienstag den Sendern RTL und ntv.
"Wenn man jetzt dieses Modell 'Rente mit 63' wieder aufleben lässt, (...) dann hat man jetzt schon gesehen, das hat vor allen Dingen für Männer funktioniert und Frauen waren die Leidtragenden", fuhr sie fort. Mit Blick auf die Urheberschaft des Konzepts sagte sie: "Da hätte ich von der SPD etwas anderes erwartet."
Nach der kontroversen Debatte in der Koalition vor dem Beschluss zur Stabilisierung des Rentenniveaus hatte die Regierung bekräftigt, dass noch vor Weihnachten eine Rentenkommission eingesetzt werden soll, um eine große Reform vorzubereiten. Sie soll bis Juni 2026 Ergebnisse liefern.
Seit dem Wochenende wird über einen Vorschlag des Ökonomen Jens Südekum diskutiert, der auch Berater von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ist. Er hatte sich dafür ausgesprochen, den Beginn der Rente nicht mehr mit dem Alter, sondern mit der Zahl der Beitragsjahre zu verknüpfen. Vor allem für Akademikerinnen und Akademiker könnte dies ein späteres Renteneintrittsalter bedeuten.
Der Vorschlag stieß auf ein gemischtes Echo. Während Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) ihm "viel abgewinnen" kann und die CDU ihn für diskussionswürdig hält, wird er beispielsweise von der Linken scharf kritisiert.
K.Hill--AT