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UN-Gremium kritisiert Frankreichs Umgang mit minderjährigen Einwanderern
Ein UN-Gremium hat Frankreichs Umgang mit minderjährigen unbegleiteten Einwanderern scharf kritisiert. Die Rechte von Kindern, die ohne ihre Familie nach Frankreich kommen, würden "systematisch schwer verletzt", heißt es in einem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Bericht des UN-Ausschusses für Kinderrechte.
Die Autoren bemängeln inbesondere die zweifelhaften Verfahren zur Überprüfung des Alters von jungen Menschen, die sich als minderjährig bezeichnen. Diese basierten häufig auf der äußeren Erscheinung oder auf fragwürdigen medizinischen Untersuchungen ohne die Anwesenheit einer Vertrauensperson oder eines Anwalts.
Dies führe dazu, dass "eine große Zahl" junger Migranten als Erwachsene eingestuft und behandelt werden. "Sie sind gezwungen, auf der Straße, in Parks oder Lagern zu leben, haben nicht genug zu essen, keinen Zugang zu Trinkwasser, keine medizinische Versorgung und können nicht in die Schule gehen", heißt es in dem Bericht des Gremiums, dem 18 Experten angehören. Die Minderjährigen seien zudem dem Risiko des Menschenhandels, des Missbrauchs und der Gewalt ausgesetzt.
Am Ende der oft bis zu acht Monate dauernden Verfahren zur Überprüfung des Alters würden 50 bis 80 Prozent dann doch als minderjährig anerkannt. Das Gremium appelliert daher an Frankreich, die jungen Menschen so lange als Kinder zu behandeln, bis abschließend geklärt ist, ob sie volljährig sind oder nicht.
N.Mitchell--AT