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Preise für Haushaltsenergie zum Start der Heizsaison niedriger als vor einem Jahr
Zum Start der Heizsaison in Deutschland sind die Preise für Haushaltsenergie im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Für Strom, Gas und andere Brennstoffe mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im September 1,9 Prozent weniger zahlen als im selben Monat des vergangenen Jahres, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Der am weitesten verbreitete Energieträger Erdgas allerdings verteuerte sich demnach leicht um 0,7 Prozent.
Auch beim leichten Heizöl verzeichnete das Statistikamt einen schwachen Preisanstieg um 0,1 Prozent - erstmals wieder seit Juli 2024. Fernwärme war den Angaben nach hingegen um 2,2 Prozent günstiger. Für Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher 1,8 Prozent weniger, Strom wurde um 1,6 Prozent billiger.
Von 2020 bis 2024 waren die Preise für Haushaltsenergie den Angaben nach um 50,3 Prozent geklettert. Die Verbraucherpreise insgesamt hatten im selben Zeitraum deutlich weniger stark um 19,3 Prozent zugenommen. Im Langfristvergleich schossen vor allem die Preise für leichtes Heizöl (99,3 Prozent) und Erdgas (89,9 Prozent) in die Höhe. Die Strompreise stiegen mit 27,4 Prozent am wenigsten.
Unterdessen ging die Zahl der Menschen zurück, die ihre Wohnungen und Häuser eigenen Angaben zufolge aus Geldmangel nicht mehr angemessen heizen konnten. Laut Statistikamt lebten 2024 5,3 Millionen Menschen in solchen Haushalten und damit rund 6,3 Prozent der Bevölkerung. Im Jahr 2023 hatte der Anteil noch 8,2 Prozent betragen.
Mit 6,3 Prozent liege Deutschland damit unter dem EU-Durchschnitt von 9,2 Prozent, erklärten die Statistiker weiter. Am häufigsten gaben 2024 Menschen in Bulgarien und Griechenland an, ihren Wohnraum aus finanziellen Gründen nicht angemessen warm halten zu können (19,0 Prozent). In Finnland war der Anteil mit 2,7 Prozent am niedrigsten.
P.Hernandez--AT