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Deutschlands Exporte auch im August gesunken
Der Warenwert deutscher Exporte ist auch im August gesunken. Produkte im Wert von 129,7 Milliarden Euro wurden ausgeführt - 0,5 Prozent weniger als im Juli, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im bisherigen Jahresverlauf zeigt sich demnach ein deutlicher Rückgang der Ausfuhren in die USA und nach China.
Im August gingen die Exporte in andere EU-Staaten deutlich um 2,5 Prozent auf 72,5 Milliarden Euro zurück. Die Ausfuhren in Drittstaaten legten hingegen um 2,2 Prozent zu, was maßgeblich an einem Anstieg der Exporte nach China um 5,4 Prozent lag. Diese Zahl scheint jedoch ein punktueller Ausreißer zu sein, denn im bisherigen Jahresverlauf gingen die Exporte nach China im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,6 Prozent zurück.
Die USA sind weiterhin der wichtigste Abnehmer deutscher Produkte, die Exporte nehmen jedoch deutlich ab. Im August betrug der Rückgang im Vergleich zu Juli 2,5 Prozent. Über die ersten sieben Monate gesehen wurde 6,5 Prozent weniger in die USA verkauft. In die EU stiegen in dieser Zeit die Ausfuhren um 2,7 Prozent.
"Wie schon in den Auftrags- und den Produktionszahlen, zeigt sich in den deutschen Außenhandelszahlen im August deutlich ein Effekt der US-amerikanischen Zollpolitik und der zunehmenden Verdrängung deutscher Produkte vom chinesischen Markt durch einheimische Produktion", erklärte Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. "Auch in den kommenden Monaten kann die deutsche Wirtschaft nicht darauf hoffen, wie in früheren Erholungsphasen vom Export aus der Krise gezogen zu werden."
O.Brown--AT