-
Teheran wirft der Nato eine "Mitschuld" im Iran-Krieg vor
-
"Ruuh": Norweger rudern nun auch beim Baseball
-
Bayerns Verkehrsminister fordert lückenlose Aufklärung nach massiver Störung bei Bahn
-
Undav ist mit Jokerrolle "fein"
-
Straße von Hormus: Iran warnt Schiffe vor Durchfahrt ohne Genehmigung
-
Nach Badeunfall von Brüdern in Rhein-Herne-Kanal: Auch 19-Jähriger gestorben
-
"Pride Match": Iran fordert FIFA zum Handeln auf
-
Erdbeben in Venezuela: Regierung meldet mindestens 32 Tote und mehr als 700 Verletzte
-
Richterbund erwartet Beschluss von Rechtsstaatspakt bei Bund-Länder-Treffen
-
Schwere Schäden und Panik durch Doppel-Erdbeben in Venezuela - Notstand ausgerufen
-
Brent-Ölpreis sinkt erstmals unter Schlusskurs vor dem Iran-Krieg
-
Südafrika erstmals in der K.o.-Runde der Fußball-WM
-
Makellose Mexikaner beenden WM-Turnier für Tschechien
-
Trump liefert sich offenbar Schreiduell mit Republikaner-Senator
-
Trump preist eigene Verdienste zum Auftakt der 250-Jahr-Feiern in den USA
-
NBA-Draft: Knicks wählen Kayil
-
Bundestag verabschiedet Gesetz zu Schwächung des Klagerechts von Umweltverbänden
-
Urteil in Klimaverfahren gegen TotalEnergies erwartet
-
Merz und Alabali Radovan reisen zu Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig
-
Bundestag stimmt über "Recht auf Reparatur" auf
-
Merz berät mit Länderchefs über Finanzentlastung der Kommunen
-
Vor Nato-Gipfel in Ankara: Trump stellt Türkei F-35-Kampfjets in Aussicht
-
Doppel-Erdbeben in Venezuela: Schwere Schäden und Panik auf den Straßen
-
Von Fans in aller Welt erwartet: Vorverkauf für "GTA VI" gestartet
-
Nagelsmann nimmt zwei Wechsel vor
-
Spektakulärer Sieg gegen Haiti: Marokko als Zweiter weiter
-
Brasilien-Samba in Miami: Vinicius und Co. schocken Schottland
-
"Nächstenliebe" in der Hitze: Evangelische Kirche bietet Schutz in kühlen Räumen
-
Studie: Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige in Australien hat kaum Auswirkungen
-
Thüringens Innenminister Maier warnt vor Blockaden gegen AfD-Parteitag
-
Trump will vom Kongress 88 Milliarden Dollar - "hauptsächlich" für Iran-Krieg
-
Bei Treffen mit Rutte: Trump kritisiert Merz und lobt Selenskyj
-
Trump weiter "enttäuscht über Deutschland" - Rutte nimmt Berlin in Schutz
-
Erster Sieg: Dzeko und Bosnien können weiter hoffen
-
Schweizer Partycrasher: Kanada muss in die USA
-
Fast 300.000 Wehrdienst-Fragebogen verschickt - 530 Freiwillige für 2026 rekrutiert
-
Russischer Oppositionspolitiker Kruglow zu sieben Jahren Haft verurteilt
-
Auch in Wimbledon: Spieler-Protest wegen Preisgeld
-
WHO kündigt Tests von zwei Behandlungen gegen Ebola für kommende Woche an
-
Rubio rechnet mit Fortsetzung der Iran-Gespräche kommende Woche
-
E5-Spitzentreffen im Kanzleramt - Merz will Nato-Gipfel zu Erfolg machen
-
Klopp sieht noch "Spielraum" im deutschen Defensivverhalten
-
Irans Verhandlungsführer: USA haben mit Rahmenabkommen ihre "Niederlage" erklärt
-
Europa ächzt unter Hitzewelle - Mehrere Länder verzeichnen bisher heißeste Juni-Tage
-
Erregte Debatte im Bundestag über Pantisanos Faschismus-Vorwurf
-
Staats- und Regierungschefs von E5-Gruppe zu Treffen in Berlin zusammengekommen
-
Größerer Flächenbrand in Mecklenburg-Vorpommern - Behindertenwerkstatt geräumt
-
Totes Baby in Baden-Württemberg: Mutter soll Straftat vorgetäuscht haben
-
IOC: 10.000 Dollar für alle Olympiasportler
-
Obdachlosen in Berlin totgetreten: Lebenslange Haft wegen Mordes in zweitem Prozess
USA verdoppeln Stahlzölle - Brüssel sieht dennoch "konstruktive" Gespräche
Die USA haben ihre Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium von 25 auf 50 Prozent erhöht. Die von Präsident Donald Trump unterzeichnete Anordnung trat in der Nacht zum Mittwoch in Kraft. Besonders stark betroffen von der Verdopplung sind die US-Nachbarstaaten Kanada und Mexiko, auch die EU und Deutschland liefern Metallprodukte in die USA. Brüssel will weiter mit Washington verhandeln. Ausgenommen von der jüngsten Zollerhöhung ist lediglich Großbritannien.
Trump begründet die noch höheren Zölle mit der nationalen Sicherheit. Die bisherigen Aufschläge hätten bereits Wirkung gezeigt, doch die Produktion in den USA sei "im Hinblick auf die Erfordernisse der nationalen Verteidigung" nicht ausreichend angekurbelt worden, heißt es in der Anordnung. Es gehe nun darum, "wirksamer gegen andere Länder vorzugehen, die weiterhin überschüssigen Stahl und Aluminium zu niedrigen Preisen in den Vereinigten Staaten abladen".
Der US-Präsident gibt vor, mit höheren Zöllen die heimische Wirtschaft schützen und Arbeitsplätze in den USA schaffen zu wollen. Der Republikaner fährt seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar einen harten handelspolitischen Kurs, der die weltweiten Lieferketten und die Aktienmärkte erschüttert hat. Die Europäische Kommission und viele weitere Länder verhandeln derzeit mit der US-Regierung, um Zollsenkungen zu erwirken und weitere Aufschläge abzuwenden.
Stahl und Aluminium war der erste Sektor, der von der Zolloffensive getroffen wurde. Der Aufschlag in Höhe von 25 Prozent trat Mitte März in Kraft. Später weitete Trump ihn auf Autos aus, Pharmaprodukte und Halbleiter sollen folgen. In der vergangenen Woche hatte er mit generellen Zöllen auf EU-Waren in Höhe von 50 Prozent gedroht, diese jedoch dann zunächst wieder aufgeschoben.
Die EU-Kommission bezeichnete die jüngste Zollerhöhung als "zutiefst" bedauerlich und warnte, dass dies "die laufenden Bemühungen um eine Verhandlungslösung" untergrabe. Vergeltungsmaßnahmen stünden bereit. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic zeigte sich am Mittwoch nach einem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer am Rande eines OECD-Meetings dennoch zuversichtlich. "Wir machen zügige Fortschritte in die richtige Richtung", erklärte er.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) forderte weitere Verhandlungen. "Wir müssen zu Verhandlungslösungen kommen und das möglichst bald, weil hier die Zeit drängt", sagte sie. "Wir müssen die Nerven behalten und immer wieder zeigen, dass die Einführung dieser Zölle in niemandes Interesse liegt, angefangen bei der amerikanischen Wirtschaft", sagte auch der französische stellvertretende Außenhandelsminister Laurent Saint-Martin.
Die OECD hatte zuvor ihre globale Wachstumsprognose aufgrund von Trumps Zollpolitik gesenkt. Handel, Konsum und Investitionen seien von den Zöllen betroffen, sagte OECD-Chefökonom Alvaro Pereira der Nachrichtenagentur AFP. Die größten Auswirkungen bekäme allerdings die US-Wirtschaft zu spüren. Trumps Zollpolitik dürfte auch den für Donnerstag angekündigten USA-Besuch von Bundeskanzler Merz überschatten.
Die deutsche Wirtschaftsvereinigung Stahl beklagte eine "neue Eskalationsstufe im transatlantischen Handelskonflikt" und forderte Unterstützung. Neben der Verteuerung von Exporten in die USA besteht auch die Gefahr, dass Hersteller aus anderen Ländern ihren für den US-Markt geplanten Stahl in den EU-Markt umleiten. Der Preisdruck auf die heimischen Hersteller würde dadurch noch steigen.
Großbritannien ist von der Erhöhung der Stahl- und Aluminiumzölle auf 50 Prozent ausgenommen, der Zollsatz bleibt bei 25 Prozent. London und Washington hatten im Mai eine Vereinbarung über die Senkungen von Zöllen vereinbart. Die britische Regierung zeigte sich "zufrieden" und erklärte, sie werde "weiterhin mit der US-Regierung zusammenarbeiten", damit die Vereinbarung in Kraft treten könne.
Für Unruhe an den Märkten sorgten auch wieder aufgeflammte Spannungen zwischen Washington und Peking. Die chinesische Regierung hatte am Montag Vorwürfe aus Washington zurückgewiesen, die Volksrepublik habe gegen ihre Vereinbarung zur Senkung der gegenseitigen Zölle verstoßen. Hintergrund sind chinesische Exportbeschränkungen bei Seltenen Erden. Die USA und China hatten sich Mitte Mai darauf verständigt, die gegenseitigen Zölle für zunächst 90 Tage stark zu reduzieren.
S.Jackson--AT