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Bundesgesundheitsministerin Warken fordert mehr Nichtraucherschutz von Ländern
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die Länder aufgefordert, den Nichtraucherschutz zu verbessern. "Vapes und E-Zigaretten sind gefährlicher als viele vermuten", sagte Warke den Zeitungen der "Funke"-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Der Bund habe Vapes und E-Zigaretten deswegen in den Nichtraucherschutz aufgenommen. "Dasselbe muss jetzt auch auf Länderebene passieren", forderte die Gesundheitsministerin anlässlich des Weltnichtrauchertags an diesem Samstag.
Die Aerosole enthielten gesundheitsschädliche Stoffe, häufig seien sie der Einstieg in das Rauchen und die Abhängigkeit. "Gerade um Kinder und Jugendliche zu schützen, brauchen wir hier strengere Vorgaben", betonte Warken. Deswegen sollten die Bundesländer ihre Nichtraucherschutzgesetze entsprechend überarbeiten.
Laut Bundesgesundheitsministerium hat der Bund die Benutzung von E-Zigaretten und Verdampfern bereits in die bestehende Rauchverbotsregelung im Bundesnichtraucherschutzgesetz einbezogen, berichten die Funke-Zeitungen. Die Zuständigkeit des Bundes für den Nichtraucherschutz beschränke sich jedoch auf Einrichtungen des Bundes sowie auf Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs und Personenbahnhöfe, schreibt "Funke". Für den größten Teil der Regelungsbereiche, etwa Gaststätten, Schulen, Universitäten und Krankenhäuser seien dagegen die Länder verantwortlich.
Nicht nur in Deutschland will die Regierung den Nichtraucherschutz verstärken: In Frankreich soll ab Juli ein Rauchverbot an öffentlichen Orten wie Parks, Bushaltestellen oder vor Schulen gelten. Die Regierung will damit vor allem Kinder und Jugendliche schützen.
Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) nannte Frankreich damit in den "Funke"-Zeitungen ein "Vorbild". Das geplante Verbot sei ein "wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Auch die EU empfiehlt ein Rauchverbot im Freien, etwa auf Spielplätzen", sagte DKG-Generalsekretär Johannes Bruns den Zeitungen. In Deutschland hinke man in Sachen Nichtraucherschutz noch hinterher.
Bruns zufolge seien gerade Kinder und Schwangere eine besonders schützenswerte Gruppe. "Das leider in der letzten Legislaturperiode gescheiterte Rauchverbot in Autos bei Anwesenheit von Kindern oder Schwangeren wäre in Deutschland daher sehr zu begrüßen", sagte er weiter. Wichtig sei dabei, dass der Nichtraucherschutz auch für neue Nikotinprodukte gelte, wie etwa Vapes.
Die DKG verwies laut "Funke" darauf, dass Raucher ein erhöhtes Risiko hätten, an Krebs zu erkranken. Das gelte auch für das Passivrauchen. "Neben Lungenkrebs werden auch viele andere Krebsarten durch Rauchen begünstigt, wie etwa Krebs der Mundhöhle, des Kehlkopfes, der Speiseröhre, der Bauchspeicheldrüse, der Nieren, Harnblase, Gebärmutter, Brust, des Knochenmarks und des Dickdarms", sagte Bruns weiter. Er wies auch auf ein höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungen und Schlaganfälle hin.
E.Hall--AT