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Zölle: Europäische Bauern fordern Gespräche und warnen vor Handelskrieg
Die europäischen Bauern haben die EU zu Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump nach dessen Zolloffensive aufgerufen und vor einem Handelskrieg gewarnt. "Vergeltungsmaßnahmen im Handel werden weder den Landwirten in der EU noch in den USA zugutekommen", erklärte Lennart Nilsson, einer der Vorsitzenden des europäischen Bauernverbands Copa-Cogeca. Stattdessen sollte Europa auf Verhandlungen setzen.
Die Ankündigung Donald Trumps Importe aus der Europäischen Union mit Aufschlägen von 20 Prozent zu belegen, kritisierte der Verband. Zusätzliche Zölle werden die Branche "weiter verunsichern und finanziell belasten", erklärte der Ko-Vorsitzende Massimiliano Giansanti.
Dennoch setze sein Verband, der nach eigenen Angaben 22 Millionen Landwirte vertritt, auf Gespräche und warnte vor einer Eskalation. Vergeltungsmaßnahmen würden die Preise weiter in die Höhe treiben und die Widerstandsfähigkeit der Betriebe schwächen. Die USA und die EU müssten ihre diplomatischen Bemühungen "voll ausschöpfen".
US-Präsident Trump hatte am Mittwoch neue Zölle für Handelspartner weltweit verhängt, die in den kommenden Tagen in Kraft treten sollen. Als "Mindestsatz" nannte der US-Präsident zehn Prozent, für viele Staaten, darunter auch die EU-Länder, gelten höhere Aufschläge.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte als Reaktion bereits Gegenmaßnahmen an, ließ die Tür für Verhandlungen aber offen. Die EU-Mitgliedsstaaten arbeiteten bereits an einem "neuen Paket" von Gegenmaßnahmen, "um unsere Interessen und unsere Unternehmen zu schützen, falls die Verhandlungen scheitern", sagte von der Leyen während eines Besuchs in der usbekischen Stadt Samarkand.
W.Morales--AT