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Handelskrieg mit den USA: Kanadas Premier Trudeau gibt sich kämpferisch
Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat sich angesichts des von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Handelskonflikts zwischen den beiden Nachbarländern kämpferisch gezeigt. "Die Vereinigten Staaten haben einen Handelskrieg gegen Kanada begonnen", sagte Trudeau am Dienstag. "Wir werden nicht vor einem Kampf zurückschrecken."
Er halte Trump für einen "intelligenten Typen", sagte der Kanadier weiter. Aber die von ihm verhängten Zölle auf Einfuhren aus Kanada und Mexiko seien "eine sehr dumme" Idee. Nichts rechtfertige diesen Affront gegenüber den beiden wichtigsten Handelspartnern der USA.
Trump habe es auf einen "Zusammenbruch der kanadischen Wirtschaft" abgesehen, sagte Trudeau weiter. Das würde es ihm einfacher machen, Kanada zu "annektieren". Der US-Präsident hatte in den vergangenen Wochen wiederholt vorgeschlagen, Kanada könne der 51. Bundesstaat der USA werden. Auf dieser Basis sehe er keinerlei Raum für mögliche Verhandlungen, sagte Trudeau.
Bereits Anfang Februar hatte Trump Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Einfuhren aus Mexiko und Kanada verhängt, diese aber zunächst ausgesetzt. In der Nacht zum Dienstag traten sie schließlich doch in Kraft. Die für die USA bedeutenden Importe an kanadischem Öl und Gas werden demnach allerdings nur mit zehn Prozent Zoll belegt. Auch gegen China verhängte Trump weitere zusätzliche Zölle.
Der US-Präsident begründet die Strafmaßnahmen damit, dass die drei Länder nicht genug gegen die irreguläre Migration und den Schmuggel der Droge Fentanyl in die USA unternähmen. In den USA sterben jährlich etwa 75.000 Menschen an einer Fentanyl-Überdosis. Mit vor allem in China hergestellten chemischen Substanzen wird das Opioid vor allem in Mexiko produziert und von dort in die USA geschmuggelt.
Kanada, Mexiko und China sind die drei wichtigsten Handelspartner der USA. Die Wertschöpfungsketten insbesondere der drei nordamerikanischen Länder sind aufgrund ihres Freihandelsabkommens eng verwoben. Von den US-Zöllen sind Waren im Wert von 918 Milliarden Dollar (873 Milliarden Euro) betroffen.
J.Gomez--AT