-
US-Armee meldet "elfte Nacht in Folge" Angriffe auf den Iran
-
Hunderte Menschen fliehen vor neuem Waldbrand in Südfrankreich
-
Trump will in zwei Jahren Generika-Medikamente mit 100 Prozent Zoll belegen
-
Marokko fordert Aufklärung nach Tod von Staatsbürger bei Polizeieinsatz in Italien
-
Drogenbeauftragter Streeck begrüßt Alkoholverbot an Bahnhöfen
-
Nach tagelangen Protesten: Selenskyj entlässt Armeechef Syrsky
-
Mit Neundarter: Littler im Viertelfinale des World Matchplay
-
Trump sagt libanesischem Präsidenten Unterstützung bei Friedensbemühungen mit Israel zu
-
Ukraine: Präsident Selenskyj entlässt Armeechef Syrsky
-
Tour-Sturz: Lipowitz erleidet Schlüsselbeinbruch
-
Frankreich lässt zwei verbotene Insektengifte unter Auflagen wieder zu
-
Frankreich beschließt als erstes EU-Land Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige
-
Frankreich beschließt Social-Media-Verbot für Kinder unter 15 Jahren
-
Frankreich: Le Pen hat Revision gegen ihre Verurteilung eingelegt
-
"Routinemäßiger Eingriff": Wirtschaftsministerin Reiche wird in Sommerpause operiert
-
Tour-Sturz: Lipowitz erleidet Schlüsselbeinverletzung
-
Trump: USA sind mit Iran "noch lange nicht fertig" - Atomanlage Pickaxe Mountain mögliches Ziel
-
Brite soll Ex-Ministerin Widdecombe mit 21 Hammer-Schlägen getötet haben
-
Guterres reist diese Woche nach Syrien - Erster Besuch eines UN-Chefs seit 2009
-
Trump will bei sich bei Blockade saudiarabischer Häfen um Huthis "kümmern"
-
Reiche gehen Lockerungen der EU-Regeln für Gas- und Ölimporte nicht weit genug
-
Neuer Premier Burnham kündigt Kostensenkungen für Briten an
-
Tour-Aus für Lipowitz: Sturzdrama überschattet Zeitfahren
-
Deutsche-Welle-Journalist Alican Uludag erneut in der Türkei festgenommen
-
Spanien will Rauchen auf öffentlichen Terrassen und Stränden verbieten
-
Libanesische Armee stationiert Truppen in weiterer "Pilotzone"
-
Nach Gewalt bei Protesten in Indien: Gandhi fordert Rücktritt von Premier Modi
-
Universitätsklinikum Halle: Zwillinge mit zwei verschiedenen Geburtstagen
-
Caritas kritisiert Bundesregierung wegen Kürzungen bei humanitärer Hilfe
-
Deutsche-Welle-Journalist Uludag erneut in der Türkei festgenommen
-
Einnahmen aus Tabaksteuer im ersten Halbjahr 2026 zurückgegangen
-
Abgesetzter türkischer Oppositionsführer Özel kündigt Gründung einer neuen Partei an
-
Durchsuchungen bei ehemaliger Regierungspartei Fidesz in Ungarn
-
Eltern lassen Baby verhungern: Lebenslange Haft wegen Mordes in Schleswig-Holstein
-
Merz: Deutschland will mehr Gas aus Aserbaidschan beziehen
-
Bluttat mit sechs Toten in Stade: Verdächtiger begeht in Gefängnis Suizid
-
Wegen Gewalt: Deutsche Bahn verbietet Alkohol an allen Bahnhöfen
-
Neuer britischer Premier Burnham schafft Mehrwertsteuer auf Strom ab
-
Merz: Wegen Spahn-Nachfolge weitere Gespräche mit Söder und Fraktion geplant
-
Abnehmmittelhersteller Novo Nordisk verklagt Ely Lilly in den USA
-
Haftstrafe für Komplize von Reemtsma-Entführer Drach wegen Raubüberfälle rechtskräftig
-
20-Jähriger wegen antisemitischer Gewalttat in Bayern festgenommen
-
Sprung ins Wasser: Polizist rettet Zwergpudel auf Hafenbecken in Rheinland-Pfalz
-
Tebas rechnet ab: System Infantino "an der Wurzel krank"
-
Diensthund auf Mann losgelassen: Bewährungsstrafe für Polizistin in Hamburg
-
Pistorius bekräftigt Pläne zu Einstieg des Bundes bei Rüstungskonzern KNDS
-
Bluttat mit sechs Toten in Stade: Verdächtiger begeht Suizid
-
Adeyemi soll am Mittwoch in Barcelona vorgestellt werden
-
Struff nimmt Schwung mit nach Kitzbühel
-
Rohstahlproduktion in Deutschland steigt deutlich - aber Nachfrage bleibt niedrig
Landwirtschaftsminister Özdemir legt Dienstag Tierwohl-Konzept vor
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) will Dienstag sein Konzept für eine verpflichtende staatliche Tierwohlkennzeichnung für Fleischprodukte präsentieren. Bei der Finanzierung lägen die Vorschläge auf dem Tisch – "und wesentliche Akteure habe ich auf meiner Seite", sagte er der "Welt am Sonntag". Allerdings kritisierten Umwelt- und Verbraucherschützer kurz vor der Präsentation mangelnden Tierschutz.
Nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" soll das Label voraussichtlich fünf Stufen umfassen, Bio-Ware soll dabei eine eigene Stufe erhalten. Derzeit gibt es bereits ein vierstufiges Kennzeichnungssystem, das der Einzelhandel zusammen mit der Fleischwirtschaft eingeführt hat.
Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter kritisierte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben) die Eckpunkte von Özdemir noch vor deren offizieller Präsentation als unzureichend. "Die Kriterien für das neue gesetzliche Tierhaltungskennzeichen reichen nicht aus, um das Tierwohl grundsätzlich zu verbessern."
So definiere die neue Kennzeichnung nur Haltungsformen für Schweine in Ställen, aus denen Frischfleisch gewonnen und das im Lebensmittelhandel verkauft werde. "Viele Tierwohlaspekte werden überhaupt nicht berücksichtigt, wie der Transport, die Schlachtung oder die Aufzucht. Es ist ein mutloses Kennzeichen, das Verbrauchern keine ausreichende Orientierung gibt." Außerdem erhalte der Verbraucher keinen schnellen Überblick, da die Tierhaltung weder in Stufen eingeteilt noch farblich unterschiedlich gekennzeichnet sei.
Auch Foodwatch-Geschäftsführer Chris Methmann forderte über die Haltung hinausreichende Kriterien. "Wie im Koalitionsvertrag versprochen, muss der Staat die Tiergesundheit in den Betrieben gründlich prüfen – und wenn notwendig mit Hilfen und Sanktionen bessere Tiergesundheit von den Bauern einfordern."
Der Bauernverband pochte derweil auf schnelle finanzielle Hilfe des Staates für die nötigen Stallumbauten. Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte der "NOZ", die Frage, wie das Geld zusammenkommt, sei für die Bauern nicht entscheidend: "Am Ende ist uns das wurscht. Entscheidend ist, dass die Finanzierung steht." Er taxiert die Kosten pro Jahr auf vier Milliarden Euro.
Özdemir sagte der "Welt am Sonntag", es sei klar, dass die Landwirte die Lasten für mehr Tierwohl nicht allein tragen müssten. "Ich kann den Bauern nicht sagen, dass sie die Kosten für eine artgerechtere Tierhaltung und mehr Klimaschutz vom einen auf den anderen Tag selbst über den Markt erlösen sollen. Das würde das Höfesterben beschleunigen – und das kann keiner wollen."
Der Minister kritisierte, das Thema staatliches Tierwohllabel sei von den Vorgängerregierungen trotz eines breiten gesellschaftlichen Konsenses für bessere Haltungsbedingungen auf die lange Bank geschoben worden. "Das nun mitten in der Krise anzugehen, ist nicht leicht."
Rukwied rief zur Eile auf: "Die deutschen Bauern wissen einfach nicht, wie es weitergehen soll", sagte er der "NOZ". Die Politik müsse insbesondere der Not leidenden Schweinehaltung Perspektiven aufzeigen, diese befände sich "in der größten Krise seit Jahrzehnten". Sinkenden Schweinepreisen stünden steigende Ausgaben für Futter und Energie gegenüber. "Jeder Monat, der verloren geht, bedeutet wieder zahlreiche geschlossene Schweineställe."
W.Stewart--AT