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Sparkassen: Staat bevorzugt Vermieter gegenüber Selbstnutzern beim Immobilienkauf
Die Landesbausparkassen haben bei der staatlichen Unterstützung von Immobilienkäufen eine Benachteiligung von selbstgenutztem Wohneigentum gegenüber der Nutzung als Mietobjekt beklagt. Der Staat unterstütze den Kauf einer Mietwohnung mit "mindestens 18.000 Euro", den Erwerb zur Selbstnutzung "bei gutwilliger Interpretation allenfalls mit rund 100 Euro", kritisierte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Montag. Förderprogramme würden "von energetischen Mehrkosten aufgezehrt".
Der DSGV verweist auf eine Studie der Beratungsfirma Empirica. In den Berechnungen stellten die Experten die Werte der steuerlichen Förderung für Vermietende der aktuellen Zinsvergünstigungen für Förderkredite der KfW gegenüber. Das Problem bei selbstgenutztem Wohnraum ist demnach, dass die Mehrkosten für Auflagen zur Energieeffizienz den Umfang der KfW-Förderung übersteigen.
Bei Mietwohnungen sei das anders. Diese werden der Studie nach vor allem steuerlich über erhöhte Abschreibungen für Abnutzung gefördert. Je nach Art der Abschreibung sind bis zu 30.000 Euro möglich. Im Gegensatz zur Förderung der KfW sind die Abschreibungen in den meisten Fällen nicht an energetische Zusatzanforderungen gekoppelt.
"Unter dem Strich diskriminiert der Bund den Erwerb einer selbst genutzten Immobilie gegenüber der Investition in den Neubau einer vermieteten Wohnung um 18.000 bis 30.000 Euro", erklärten die Landesbausparkassen. Die neue Bundesregierung müsse hier Abhilfe schaffen.
Neben einer "substanziellen Eigentumsförderung" von mindestens 18.000 Euro fordert Axel Guthmann, Verbandsdirektor der Landesbausparkassen, einen Erlass oder eine Ermäßigung der Grunderwerbssteuer zumindest für Erstkäuferinnen - und käufer. "Kaum etwas hilft so effektiv über die Eigenkapitalhürde hinweg - und durch die sinkende Kreditbelastung zugleich auch über die Einkommenshürde", erklärte er.
O.Brown--AT