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Drohende Übernahme: Commerzbank will 3900 Stellen bis 2028 abbauen
Im Kampf gegen eine Übernahme durch die italienische Großbank Unicredit hat die Commerzbank den Abbau tausender Stellen angekündigt. Bis 2028 sollen 3900 Vollzeitstellen wegfallen, teilte die Bank mit - die meisten davon in Deutschland. Damit will die Bank ihre Gewinne steigern, um im Übernahmekampf besser gewappnet zu sein.
Die Commerzbank konzentriere sich auf ihre Unabhängigkeit, betonte Unternehmenschefin Bettina Orlopp am Donnerstag. Die Unicredit hat ihren Anteil an der Commerzbank in den vergangenen Monaten schrittweise auf 28 Prozent erhöht und strebt eine Komplettübernahme an. Bei 30 Prozent der Anteile wären die Italiener zu einem öffentlichen Übernahmeangebot verpflichtet. Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter lehnen das vehement ab.
Beim Abbau der Stellen will die Commerzbank vor allem auf den demografischen Wandel und die natürliche Fluktuation setzen. In diesem Jahr soll ein vorgezogenes Programm zur Altersteilzeit starten. Zunächst wird der Stellenabbau daher nicht zu Einsparungen führen, sondern Kosten verursachen. Die Bank rechnet mit rund 700 Millionen Euro.
An anderer Stelle will das Unternehmen gleichzeitig auch einstellen, "etwa an internationalen Standorten und bei der mBank" in Polen. Die Zahl der Vollzeitkräfte solle so "weitgehend konstant" bei 36.700 Vollzeitkräften bleiben.
Die Commerzbank hatte im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 2,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Orlopp erklärte: "Mit dem erneuten Rekordergebnis haben wir gezeigt, dass wir für unsere Aktionäre, Kunden und Mitarbeitenden erheblichen Mehrwert schaffen." Bis 2028 soll der Gewinn auf 4,2 Milliarden Euro wachsen.
Zudem plant die Bank hohe Gewinnausschüttungen in den kommenden Jahren. "Die Commerzbank hat beste Voraussetzungen, um die Rendite für ihre Aktionärinnen und Aktionäre in den kommenden Jahren weiter zu steigern", erklärte der designierte Finanzvorstand Carsten Schmitt.
H.Thompson--AT