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US-Zölle: Reifenhersteller Michelin erwägt mehr Investitionen in den USA
Der französische Reifenhersteller Michelin erwägt angesichts der Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump, sich mit neuen Investitionen stärker auf die USA zu konzentrieren. "Wir müssen vielleicht unsere Projekte in den USA vorziehen und die Projekte anderswo verlangsamen", sagte Michelin-Chef Florent Menegaux der "Financial Times" (Dienstag). In Europa zu produzieren und von dort aus zu exportieren sei "nicht mehr wirtschaftlich".
"Historisch gesehen war Europa unser Ausgangspunkt, um in die Welt zu exportieren", sagte er weiter. "Diese Exportbasis wird schrumpfen." Michelin fährt seine Produktion in der EU bereits seit Jahren schrittweise zurück. Ende vergangenen Jahres kündigte der Konzern zwei weitere Werksschließungen in Frankreich an.
Bei einer Anhörung im französischen Senat im Januar hatte Menegaux gesagt, wegen der gestiegenen Energiekosten und der Inflation, die sich letztlich auch in den zu zahlenden Gehältern niedergeschlagen habe, sei es mittlerweile "doppelt so teuer", Reifen in Europa zu produzieren wie in Asien. In den USA und Kanada betreibt Michelin derzeit rund 30 Werke.
US-Präsident Trump hatte am Montagabend wie angekündigt Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt. "Sie betragen 25 Prozent ohne Ausnahmen oder Befreiungen", sagte er bei der Unterzeichnung der entsprechenden Dekrete im Weißen Haus. Die Aufschläge greifen demnach ab dem 12. März. Sonderzölle auf weitere Produkte könnten folgen.
Y.Baker--AT