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Studie der Regierung sieht großes Potenzial für Solaranlagen an Fernstraßen
An Autobahnen und Bundesstraßen in Deutschland gibt es einer Studie der Bundesregierung zufolge große Potenziale für den Bau von Solaranlagen. Wie das Bundesverkehrsministerium am Dienstag mitteilte, könnten entlang der Straßen, an Lärmschutzwällen und Parkflächen insgesamt bis zu 54 Gigawatt Leistung installiert werden. Demnach wurden etwa 250.000 potenziell geeignete Flächen erfasst.
Bei der Planung des Neu- und Ausbaus von Autobahnen soll laut Verkehrsministerium künftig "immer geprüft werden", inwieweit die zugehörigen Flächen für Photovoltaikanlagen genutzt werden können. Bereits 2023 hatte die damalige Ampel-Regierung im Rahmen des sogenannten Planungsbeschleunigungsgesetzes den schnelleren Ausbau von Solaranlagen an Autobahnen und Bundesstraßen rechtlich auf den Weg gebracht.
Die größten Potenziale gibt es der Studie zufolge direkt entlang der Fernstraßen. Dort sei die Installation von Solaranlagen mit einer Leistung zwischen 24 und 48 Gigawatt möglich. An Lärmschutzwällen- und wänden sind es bis zu 4,8 Gigawatt und an den Parkflächen 1,2 Gigawatt. An Dachflächen könnten zudem PV-Anlagen mit bis zu 0,14 Gigawatt angeschlossen werden.
Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden bei der Solarenergie deutschlandweit 14,1 Gigawatt neu zugebaut. Die Gesamtleistung aller 4,3 Millionen Solaranlagen lag Ende Juni nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums bei rund 90 Gigawatt.
Im nächsten Schritt will das Bundesverkehrsministerium nun gemeinsam mit der Autobahn GmbH die praktischen Schritte einleiten. Dazu gehöre die Erstellung eines bundesweiten Katasters.
Die Studie führte die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) im Auftrag des Ministeriums durch.
T.Wright--AT