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Deutschland und Indien wollen Nutzung von grünem Wasserstoff vorantreiben
Deutschland und Indien wollen gemeinsam den internationalen Ausbau von grünem Wasserstoff vorantreiben. Beide Länder vereinbarten dazu bei den deutsch-indischen Regierungskonsultationen in Neu Delhi eine Roadmap, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Samstag bekannt gab. Sie solle dazu beitragen, grünen Wasserstoff langfristig wirtschaftlich rentabel zu machen und die globale Produktion sowie den Handel mit grünem Wasserstoff zu unterstützen.
"Zusammen mit Indien wollen wir eine führende Rolle in der globalen Wasserstoffwirtschaft übernehmen, damit weltweit die Energiewende vorantreiben und einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten", erklärte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) anlässlich der Vereinbarung mit der indischen Regierung.
"Indien hat aufgrund günstigster Preise für Strom aus Erneuerbaren Energien das Potential, global wettbewerbsfähig grünen Wasserstoff herzustellen", erklärte Habeck weiter. Deutschland brauche zukünftig für seine Wirtschaft große Mengen an importiertem grünem Wasserstoff.
Die indische Regierung erklärte in Neu Delhi, Deutschland unterstütze mit der Roadmap "die Bestrebungen Indiens zur Produktion, zur Nutzung und zum Export von grünem Wasserstoff". Zugleich solle die Vereinbarung die Umstellung in beiden Ländern auf grünen Wasserstoff als Energiequelle vorantreiben.
Die deutsch-indische Roadmap für grünen Wasserstoff setzt nach Angaben von Habecks Ministerium einen Schwerpunkt auf die Förderung von Investitionen der Privatwirtschaft. Zugleich möchte sie den Austausch von Informationen insbesondere zu schwer zu dekarbonisierenden Sektoren intensivieren. Dazu wird auch eine dauerhafte Arbeitsgruppe für grünen Wasserstoff im Rahmen der seit 2006 bestehenden deutsch-indischen Energiepartnerschaft geschaffen.
Die deutsche Industrie benötigt große Mengen grünen Wasserstoffs zur Dekarbonisierung - also zur Umstellung der Energieversorgung auf klimafreundliche Methoden. Nach Schätzungen von Habecks Ministerium müssen künftig voraussichtlich 50 bis 70 Prozent des grünen Wasserstoffs importiert werden.
A.Ruiz--AT