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Neun Prozent mehr grüne Energie bis Ende September - Habeck: "Sind auf Kurs"
Der deutsche Strommix wird immer klimafreundlicher: In den ersten neun Monaten dieses Jahres lieferten Wind, Sonne, Wasser und Biomasse knapp 217 Terawattstunden Strom, neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien-Statistik (Agee-Stat) am Freitag mitteilte. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte der Nachrichtenagentur AFP, beim Ausbau der Erneuerbaren gehe die Kurve steil nach oben: "Wir sind auf Kurs".
Die Bundesregierung habe die Genehmigungsverfahren in den vergangenen zwei Jahren "konsequent vereinfacht und beschleunigt", sagte Habeck. "Davon profitiert die Ausbaudynamik nun endlich spürbar." Im dritten Quartal hätten die Genehmigungen "nochmal angezogen".
Laut Agee-Stat machte sich vor allem bei der Photovoltaik der starke Zubau der letzten Monate bemerkbar - so wurde ein Anstieg um 14 Prozent trotz sonnenärmerer Witterung erreicht. Die Stromerzeugung aus Windenergie an Land und auf See wuchs demnach um insgesamt zehn Prozent; hier sorgte neben dem Zubau neuer Leistung besonders eine günstigere Witterung für den Zuwachs. Wind- und Photovoltaikanlagen sorgten zusammen für mehr als drei Viertel des erneuerbaren Stroms.
Die Stromerzeugung aus Wasserkraftanlagen stieg wegen viel Niederschlags im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls an, und zwar um zwölf Prozent. Die Stromerzeugung aus Biomasse blieb nach aktuellem Datenstand in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die knapp 217 Terawattstunden erneuerbarer Strom bis September entsprechen rund 56 Prozent des Gesamtbedarfs.
"Deutschland deckt als drittgrößtes Industrieland der Welt mittlerweile über die Hälfte seines Stromes aus erneuerbaren Energien", sagte Habeck. "Das ist international wegweisend."
Ein Terawatt sind 1000 Gigawatt - mit einem Gigawatt lassen sich etwa 700.000 durchschnittliche Haushalte mit elektrischem Strom versorgen, wie das Wirtschaftsministerium ausführte. Ein Gigawatt entsprach demnach der Leistung eines deutschen Kernkraftwerksblocks.
H.Romero--AT